Mobilfunk für Ratten

- Machen Handys dumm? Diese Frage untersucht ein Team der beiden Münchner Universitäten unter der Leitung von Professor Otto Petrowicz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Experimentelle Onkologie und Therapieforschung der Technischen Universität München (TUM).

Versuchsratten sollen Strahlungswerten, die im Grenzbereich für Menschen liegen, ausgesetzt werden. Allerdings werden keine Mobiltelefone neben die Käfige gelegt, die Strahlung wird kontrolliert erzeugt.<BR><BR>"Wir untersuchen, ob sich die Lernfähigkeit der Ratten durch die Strahlung verschlechtert. Da die Tiere sehr verspielt sind, können wir dies bei den Tests gut erkennen", erklärt Petrowicz. So müssen die Nager zum Beispiel eine bestimmte Taste drücken, um Futter zu bekommen. "Der Versuch läuft über drei Generationen der Rattenpopulation. Dabei messen wir auch die Konzentration der Stresshormone und die Auswirkungen der Bestrahlung auf das Immunsystem." <BR><BR>Das Forschungsprojekt "In Vivo-Experimente unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunkkommunikation" des Forschungsverbundes Elektromagnetische Verträglichkeit, Mensch und Umwelt (EMVU) wird vom Bundesamt für Strahlenschutz mit 908 000 Euro gefördert, die Laufzeit beträgt drei Jahre. <BR><BR>Auf Seiten der TUM ist auch das Fachgebiet Hochfrequente Felder und Schaltungen (HFS) am Institut für System- und Schaltungstechnik mit dem Teilprojekt "Expositionseinrichtungen, Dosimetrie und technisches Monitoring" beteiligt. An der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe am Institut für Physiologie, Physiologische Chemie und Tierernährung mit "Tierhaltung, Kognitivitätstests und Untersuchungen zur Blut-Hirn-Schranke". Am Lehrstuhl für Tierschutz, Tierhygiene und Tierhaltung der LMU wird der Teilbereich "Immunologie und Stressparameter" des Projekts erforscht.

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