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Google darf den Handy-Hersteller Motorola übernehmen.

Motorola-Übernahme durch Google erlaubt

Brüssel - Google ist kurz vor seinem Ziel angelangt, den Handy-Hersteller Motorola zu übernehmen. Die EU-Kommission hat die Übernahme jetzt gebilligt.

Wenige Stunden nach der Genehmigung aus Brüssel hat am Montag auch das US-Justizministerium die geplante Übernahme des Handy-Herstellers Motorola Mobility durch den Internetkonzern Google genehmigt. Eine sechsmonatige Überprüfung habe ergeben, dass durch den Zusammenschluss der Unternehmen der Wettbewerb auf dem Markt für Mobilfunkgeräte nicht gefährdet sei, teilte das Ministerium mit.

Zuvor hatte bereits die EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme gegeben. Damit hat Google auf dem Weg zur Abwicklung seines bislang umfangreichsten Geschäfts eine wichtige Hürde genommen.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte am Montag in Brüssel, die Fusion werde genehmigt, “weil wir nach einer eingehenden Untersuchung zu dem Schluss gekommen sind, dass diese Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Probleme aufwirft.“ Die Marktsituation bei Betriebssystemen und Patenten für Smartphones und Tablets werde durch die Fusion nicht erheblich verändert.

So bestehe keine Gefahr, dass Google andere Hersteller nach einer Übernahme von einer Nutzung seines populären Betriebssystems “Android“ abhalten wolle. Gleichwohl werde die EU-Kommission das Verhalten aller Marktteilnehmer weiter aufmerksam verfolgen, sagte Almunia weiter.

Motorola Mobility entwickelt Smartphones und Tablets. Google, das weltweit größte Unternehmen für Internetsuchdienste und Suchmaschinenwerbung, hat mit “Android“ ein populäres Betriebssystem für mobile Geräte entwickelt. Vor der geplanten Übernahme von Motorola Mobility ist noch eine kartellrechtliche Genehmigung der Regierungen in China, Taiwan und Israel nötig.

dapd

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