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Egal ob auf dem Smartphone oder dem Laptop: Movie2k ist nicht mehr erreichbar.

Beliebtes Filmportal

Movie2k plötzlich offline: Was ist da nur los?

Leipzig  - Das beliebte Film-Portal Movie2k ist seit Mittwoch offline. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Kino.to.

Wikipedia ist schnell wie immer. Dort steht: "Movie2k.to war eine Website, die den Besuchern Filme zum Ansehen im Internet per Streaming anbot, ohne dass diese sich registrieren mussten." Alles in der Vergangenheit. So schnell kann es gehen: Movie2k ist tot - seit Mittwoch.

Wer www.movie2k.to aufrufen möchte, landet auf einer Fehlerseite. Die im Ausland angeschlossenen Server des Portals waren nicht mehr erreichbar, auch die Domain konnte nicht mehr aufgerufen werden. Das Filmportal, das auf illegal ins Netz gestellte Filme verlinkte, ist offenbar abgeschaltet worden.

Auf dem Portal gab es ein riesiges Angebot: mehrere tausend Filme und Serien, teils brandneu. Movie2k entwickelte sich seit dem Start 2008 zum Nachfolger von Kino.to, dem beliebtesten Filmportal in Deutschland, dessen Betreiber in den vergangenen Jahren zu Haftstrafen verurteilt wurden. Und da schließt sich eventuell der Server-Kreis.

Spuren führen zu den Beschuldigten von kino.to

Wie "Welt Online" berichtet, hat eine Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden im Rahmen der Ermittlungen zum Vorgängerportal Kino.to die Abschaltung der Seiten ausgelöst. Zitiert wird Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein: "Es gibt Spuren zu Beschuldigten von Kino.to, die Kontakt zu Movie2k haben sollen." Die Staatsanwaltschaft halte es für naheliegend, dass die Abschaltung von Movie2k eine Folge der Ermittlungen ist, konkreter wurde Klein nicht.

Die Dresdner untersuchen seit Längerem die Szene, die illegal Streaming-Angebote ins Netz stellt. Die Ermittlungen hatten vor zwei Jahren zum Ende von Kino.to geführt. Laut "Welt Online" gab es Razzien in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden. Ein Insider hatte ausgepackt. Sechs der Betreiber sind zu bis zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die führenden Köpfe von Kino.to, darunter der Gründer aus Leipzig und der Chef-Programmierer, waren in den vergangenen beiden Jahren zu Haftstrafen verurteilt worden.

Vorbei ist der Cyber-Krimi aber noch nicht. Zwei Jahre nach der Abschaltung des illegalen Filmportals Kino.to haben Ermittler einen weiteren mutmaßlichen Urheberrechtsverletzer in Schleswig-Holstein aufgespürt. Der Mann soll rund 120.000 Filme bei Kino.to oder anderen Streamingportalen hochgeladen haben. Die Wohnung des Mannes sei durchsucht worden, sagte Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden. Gegen den Mann werde wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung ermittelt. „Der Beschuldigte war kooperativ und hat seinen Tatbeitrag vollumfänglich eingeräumt“, sagte Klein. Deswegen sei er auf freiem Fuß geblieben.

Lesen Sie dazu: Live-Streams: So legal sind sie wirklich

mm/dpa

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