Münchner gewinnt Philip-Morris-Forschungspreis

- München - Der Münchner Biochemiker Prof. Patrick Cramer hat das Lesen der Geninformation in den Zellen als Erster in einem Film Schritt für Schritt bis in atomare Details dokumentiert. Dafür wurde ihm jetzt als einem von vier Wissenschaftlern der Philip-Morris-Forschungspreis zuerkannt. Der seit 1983 jährlich verliehene Preis gilt in Deutschland als eine der renommierten Auszeichnungen für Wissenschaftler.

Arbeiten zur Genetik, Quantenphysik, Globalisierung und zu einem neuen "Homo oeconomicus" werden in diesem Jahr mit dem Philip-Morris-Forschungspreis ausgezeichnet. Die mit 100 000 Euro dotierte Auszeichnung teilen sich Wissenschaftler aus München, Mainz, Berlin und Köln, berichtete die Philip-Morris-Stiftung in München. Darunter befindet sich auch  Prof. Patrick Cramer.

Der 37-jährige Cramer  ist Professor für Biochemie am Genzentrum München der Ludwig-Maximilians-Universität. 2006 wurde er mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. In seinen Forschungen geht es darum zu verstehen, wie Gene in Proteine übersetzt werden, so dass sich ein Organismus entwickeln kann.  Ein Arbeitsschritt auf dem Weg dorthin ist die Dokumentation der Vorgänge in einem dreidimensionalen Film.

Weiterer Preisträger ist Immanuel Bloch aus Mains. Der 34-jährige hat einen Quantensimulator aus Laserlicht entwickelt, der nach Darstellung der Jury bahnbrechende Möglichkeiten für die Materialforschung bietet. Prof. Axel Ockenfels von der Universität Köln zeigte mit Experimenten, dass die Vorstellung vom rein egoistisch handelnden "Homo oeconomicus" realitätsfern ist.

Stattdessen spielten Emotionen und Werte wie Fairness eine wichtige Rolle für das eigene Handeln, betonte die Stiftung. Der Historiker Prof. Sebastian Conrad von der Freien Universität Berlin habe anhand von Studien in China, Indien und Japan belegt, dass die Globalisierung nicht zu einer Vereinheitlichung, sondern zu einer modernen Vielfalt der Kulturen führe.

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