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Spotify, Deezer, Juke oder Soundcloud: Musik-Streamingdienste haben im vergangenen Jahr in Deutschland einen Umsatz von 371 Millionen Euro erzielt. Foto: Ole Spata

Musik-Streamingdienste legen zu - Deutsche Künstler vorne

Berlin (dpa) - Das Geschäft mit Musikstreaming aus dem Internet wächst auch in Deutschland rasant. Mit einer Steigerung von 78,6 Prozent im vergangenen Jahr seien diese Angebote entscheidend für das Wachstum des Musikmarktes gewesen, berichtete der Bundesverband Musikindustrie (BVMI). Mit Diensten wie Spotify, Deezer, Juke oder Soundcloud wurde 2014 ein Umsatz von insgesamt 371 Millionen Euro erzielt. Damit erlöst die Musikbranche in Deutschland inzwischen jeden vierten Euro mit Streamingdiensten. Insgesamt wurde - ob auf digitalem Weg oder durch den Verkauf von physischen Tonträgern - ein Umsatz von 1,48 Milliarden Euro (plus 1,8 Prozent) erzielt.

Ob Helene Fischer, Kollegah, Andreas Bourani oder Robin Schulz: 2014 dominierte die Musik aus Deutschland. Laut BVMI haben "nationale Künstler" die internationalen Acts beim Umsatz mit einem Vorsprung von 157 Millionen Euro deutlich hinter sich gelassen: Während deutsche Produktionen um 16,6 Prozent zulegten, gab es für Künstler aus dem Ausland einen Umsatzverlust von 18,3 Prozent.

Nach Angaben von GfK Entertainment lag Schlager-Königin Helene Fischer mit ihrem "Farbenspiel" bei den Albumverkäufen unangefochten an der Spitze. Rapper Kollegah war mit 105 Millionen Abrufen der meistgestreamte Künstler des Jahres.

Der Erfolg der Streamingdienste geht jedoch zulasten des Download-Marktes, der in Deutschland vom Apple-Dienst iTunes dominiert wird. Bei den Download-Alben registrierte der BVMI ein kleines Minus von 1,2 Prozent, während die Single-Downloads um 7,4 Prozent einbrachen. Dennoch machten Downloads mit 66,6 Prozent noch immer zwei Drittel des Digitalgeschäfts aus.

Gleichzeitig wächst die gute alte Vinyl-Platte weiter in der Nische: Insgesamt 1,8 Millionen Schallplatten gingen 2014 über die Ladentische, soviel wie zuletzt 1992. Bei einem Plus um ein Drittel sind das aber nur 2,6 Prozent am Gesamtmarkt. CDs nehmen hier 66,4 Prozent ein. Die Umsätze mit Musikkassetten hingegen sind mit einer Million Euro inzwischen kaum noch wahrnehmbar.

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