Wie gewonnen, so zerronnen

Nach Selfie: Facebook-"Freund" klaute ihr den Wettgewinn

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Melbourne - So viel Pech muss man mal haben: Zum ersten Mal wettet Chantelle bei einem Pferderennen. Sie gewinnt sogar, doch von dem Geld sieht sie erst Mal nichts. Schuld daran ist ein Facebook-Selfie. 

Chantelle war mit ihren zwei Mitbewohnerinnen auf dem Melbourne Cup, einem der wichtigsten Pferderennen der Region. Normalerweise wettet die junge Frau aus Perth nicht, diesmal ließ sich die Clique allerdings doch dazu hinreißen, wie das Nachrichtenportal news.com.au berichtet. Die drei setzten 20 Dollar auf ein Pferd namens Prince of Penzance - und tatsächlich gewann das Ross das Rennen. Überglücklich über den Gewinn von 825 australischen Dollar, umgerechnet etwa 544 Euro, stellte Chantelle ein Selfie mit dem Gewinnerticket auf Facebook.

Doch als sie nur 15 Minuten später den Gewinn abholen wollte, gab es eine böse Überraschung: Das Geld war bereits abgeholt worden. Dafür gab es nur eine Erklärung: Einer von Chantelles Facebook-Freunden hatte wohl dreisterweise von dem Barcode des Gewinnertickets (den man auf dem Selfie sehen konnte) einen Screenshot erstellt und ausgedruckt. Damit hatte er oder sie dann den Gewinn abgesahnt.

"Wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde"

Die Australierin hatte ihre Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook so eingestellt, dass wirklich nur Freunde ihre Statusnachrichten sehen können. Es muss also jemand von diesen "Freunden" gewesen sein, der den Gewinn abholte. Dem "Nichtsnutz", wie sie den Dieb nannte, schrieb Chantelle auf Facebook: "Du bist ein riesiges A...loch. Du hast mir den Tag ruiniert."

Und wie immer heißt es: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die Online-Gemeinde zeigte zwar auch Mitleid mit Chantelle ("Wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde", schrieb jemand), doch es gab auch Kommentare wie "Wie kann man nur so blöd sein" und "Das geschieht ihr recht." 

Inzwischen kümmert sich die Polizei um den Fall. Zum Glück ist der Täterkreis einigermaßen überschaubar. Dem Radiosender Triple M erzählte die Betrogene, dass der Geldautomat, an dem der Gewinn letztendlich abgehoben wurde, bestimmt werden konnte. Dadurch sollte es möglich sein, den Bösewicht auszumachen.

Und die Moral von der Geschicht':

Das Wettbüro gab Chantelle zumindest einmal ihren Einsatz zurück und schenkte ihr einen Gutschein für eine neue Wette.

Es bleibt zu sagen: Solche Selfies, ob von Wettgewinnen oder auch von Konzert-Tickets, sollte man lieber nicht in den sozialen Netzwerken posten. Man kann nie wissen, welcher "Freund" sich vielleicht doch mal als Dieb entpuppt.

mt/hn

Rubriklistenbild: © screenshot

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