"Nachwuchs" für E-Mail-Wurm "Mydoom"

- Hamburg - Der gefährliche E-Mail-Wurm "Mydoom" hat wenige Tage vor seiner geplanten Attacke auf die Server des US-Unternehmens SCO am 1. Februar bereits "Nachwuchs" bekommen. Die neue Variante "Mydoom.B" ist nach Angaben des finnischen Viren-Spezialisten F- Secure seit diesem Donnerstag im weltweiten Datennetz unterwegs. Anders als das Original soll "Mydoom.B" neben den Webservern von SCO auch die Website des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft ins Visier nehmen.

<P>"Mydoom" ist nach Einschätzung von Experten der sich bislang am schnellsten verbreitende Computerschädling aller Zeiten. Rund ein Drittel aller in Europa verschickten E-Mails seien bereits infiziert, teilte F-Secure mit. Weltweit sollen aktuellen Schätzungen zufolge zwischen 20 und 30 Prozent des gesamten E-Mail-Verkehrs durch "Mydoom" verursacht werden.</P><P>Der Schädling verbreitet sich per E-Mail mit verschiedenen Betreffzeilen. Nach Öffnen des Dateianhangs verteilt er sich unter gefälschtem Absender an die Adressen im "Outlook"-Verzeichnis. Betroffen sind Computer mit den Betriebssystemen Microsoft Windows 98, ME, NT, 2000 und XP. Die B-Variante ist nach Angaben von F-Secure zudem "besonders heimtückisch", da sie den Zugriff von infizierten Rechnern auf die Webseiten von Antiviren-Herstellern verhindere.</P><P>Die Software-Firma SCO lobte unterdessen ein "Kopfgeld" in Höhe von 250 000 Dollar zur Ergreifung des Wurm-Autors aus. Microsoft hatte im November 5 Millionen Dollar Belohnung für die Ergreifung von Hackern ausgeschrieben. Am 1. Februar sollen die Würmer eine so genannten DoS-Attacke (Denial of Service) gegen die Websites der Unternehmen starten. Dabei sollen die Server durch eine nicht mehr zu bewältigende Flut von E-Mail-Anfragen in die Knie gezwungen werden.</P>

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