NASA: Sichere Rückkehr der "Discovery" kein Problem

- Houston - Nach den ersten Sicherheitsinspektionen an der Raumfähre "Discovery" sieht die US-Raumfahrtbehörde NASA keinen Hinderungsgrund für eine sichere Rückkehr des Shuttles zur Erde.

Es gebe keine Probleme mit dem Hitzeschild, sagte der stellvertretende Programmdirektor John Shannon am Donnerstagabend (Ortszeit) in Houston. Das sei eine sehr angenehme Überraschung.

"Wir sind sehr zufrieden. Bis jetzt ist es ein sehr sicherer Flug", sagte Shannon. Bei einer gezielten Inspektion sollten noch einmal zwei herausstehende Füllstreifen zwischen Hitzekacheln und das Hitzeschild an der Nase der Raumfähre untersucht werden.

Die "Discovery" dockte am Donnerstag an der Internationalen Raumstation ISS an. Dort wird der deutsche Astronaut Thomas Reiter in den kommenden sechs Monaten arbeiten und wohnen. Der 48-Jährige ist der erste Deutsche an Bord der Weltraumstation. Als erster Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA wird er auch zu einem Außenbordeinsatz aus der ISS aussteigen.

Am Freitag beginnen die Raumfahrer mit dem Entladen der Raumfähre. Dies wird rund eine Woche dauern. Zuerst hievt ein Roboterarm das Mehrzweck-Logistik-Modul "Leonardo" aus einer Ladebucht der Raumfähre und koppelt es an die ISS an. Die Astronauten haben dann Zugang zu dem rund sechs Meter langen Frachtraum, in dem bis zu neun Tonnen Ladung untergebracht werden können. Die "Discovery", das Arbeitstier unter den NASA-Raumfähren, transportierte dringend benötigte Ausrüstungs- und Ersatzteile sowie Nahrung, Wasser und Kleidung zur ISS.

Die beiden US-Astronauten Mike Fossum und Piers Sellers bereiten sich außerdem für ihren ersten Außeneinsatz im Weltraum am Samstag vor. Auf der Grundlage der ausgewerteten Daten sollen die beiden noch einmal einzelne Bereiche der Raumfähre unter die Lupe nehmen, um letzte Zweifel auszuschließen.

Mit dem bislang nie da gewesenen Sicherheitscheck will die NASA ausschließen, dass es zu einer Gefährdung der sechs US-Astronauten bei der Rückkehr zur Erde kommt. Diese Sicherheitsauflagen sind eine Konsequenz aus der tödlichen Katastrophe der Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003.

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