Naturwissenschaft unter Wasser

- Klares, 27 Grad Celsius warmes Wasser und angenehme Lufttemperaturen. Das sind ideale Bedingungen, um das Tauchen zu lernen. Im Ausbildungsbecken des Zentralen Hochschulsports München in der Olympia-Schwimmhalle haben jetzt zehn Studenten aus ganz Deutschland zum ersten Mal Schnorchel und Sauerstoffflasche angelegt, um die Ausbildung zum Forschungstaucher zu absolvieren.

<P><BR><BR>Angeboten wird die Lehrveranstaltung von den Mitarbeitern der Limnologischen Station der TU München in Iffeldorf.<BR><BR>"Wir wollen den angehenden Naturwissenschaftlern mit dieser Zusatzqualifikation ermöglichen, Forschungsarbeiten unter Wasser selber durchzuführen", erklärt Tauchlehrer Stefan Zimmermann. <BR><BR>Dazu haben sich im Olympiabad Studenten der Biologie, der Geographie und der Archäologie aus ganz Deutschland eingefunden, um erste Taucherfahrungen zu sammeln. "Hier vermitteln wir Grundkenntnisse, die wir dann in Kroatien unter Salzwasserbedingungen weiter ausbauen", sagt Zimmermann. In Kroatien werden die Studenten dann zum ersten Mal im Meer tauchen. Am Starnberger See schließlich wird die Ausbildung im Sommer drei Wochen lang vertieft und mit einem umfangreichen Test vor der Berufsgenossenschaft abgeschlossen. <BR><BR>Die Ausbildung erfordert neben körperlicher Fitness auch die Bereitschaft, sich mit rechtlichen und gesundheitlichen Fragen auseinander zu setzen. "Die Tauchschüler lernen die offiziellen Richtlinien für Forschungstaucher und viel Tauchmedizin", erklärt Ausbilderin Eva Sandmann.</P><P> "Im praktischen Teil steht dann neben den technischen Grundlagen für das Tauchen auch das richtige Kartieren von Pflanzen und das Fotografieren und Filmen unter Wasser auf dem Programm", sagt Sandmann. "Für uns ist es wichtig, dass die Teilnehmer Teamgeist entwickeln, denn auf einen Tauchgang geht man aus Sicherheitsgründen mindestens zu Dritt", ergänzt Zimmermann.<BR><BR>"Für mein Archäologie-Studium in Leipzig ist dieser Tauchkurs eine hervorragende Ergänzung", meint Ninel Pfnister-Motjaschowa. Die Studentin hat die Ausschreibung für den Lehrgang im Internet gefunden. "Das war gar nicht so einfach", erzählt sie, "denn es gibt nur eine Ausbildungsmöglichkeit in Süddeutschland." Für Ninel ist es ein Traum, "einmal vor der ägyptischen Küste an Ausgrabungen unter Wasser teilzunehmen".<BR><BR>Zunächst aber steht für Ninel und ihre Kommilitonen erst Konditionstraining und Atmungsübungen mit dem Schnorchel im Hallenad auf dem Programm.<BR></P>

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