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Streamingdienste wie Netflix kann man am Fernseher, auf der Spielkonsole, dem Tablet oder dem Smartphone nutzen. Hauptsache das Gerät hat eine aktive Internetverbindung mit mindestens 1,5 Mbit/Sek.

Alles über die Streamingdienste

Netflix & Co. – alles übers neue Fernsehen

München - Netflix, Amazon Instant Video, Watchever, Maxdome - tz-Technik-Experte Jörg Heinrich beantwortet heute alle wichtigen Fragen zu Streamingdiensten im Internet.

Die Technikwelt wird immer smarter und immer komplizierter: Der neueste Schrei sind heute schlaue Uhren, die uns den Blutdruck messen. Damit der nicht ins Unermessliche steigt, helfen bis Ende März die Technikwochen in der tz von unserem Experten Jörg Heinrich! Heute beantwortet er Fragen rund ums Fernsehen bei Internet-Streamingdiensten:

Fernsehen Sie noch – oder netflixen Sie schon? Netflix & Co., die Internet-Streamingdienste für Filme und TV-Serien, sind in aller Munde. Die tz beantwortet alle Fragen, liefert Tipps und Tricks.

- Welche Anbieter gibt es? Die größten Namen sind Amazon Instant Video, Watchever, Maxdome – und natürlich die weltweite Nr. 1 Netflix. Wenn Sie abonnieren, können Sie alle Filme und Serien sehen, die im Angebot sind – meist als Flatrate zum Pauschalpreis. Es gibt keine Sendezeiten, keine Werbung. Sie können schauen, wann immer Sie Lust haben. Bei einigen Anbietern (Amazon, Maxdome) müssen Sie für Top-Inhalte extra zahlen. Flatrate ade!

- Was kostet das neue Fernsehen? Netflix, Amazon und Maxdome verlangen 7,99 Euro im Monat, Watchever 8,99 Euro. Bei Amazon gibt es zudem das Prime-Paket – Gratis-Paketversand und Film-Flatrate für 49 Euro im Jahr. Der erste Monat ist zum Testen meist gratis. Bei Netflix bekommen Sie für einen Euro mehr im Monat HD und zwei Konten. Dann können Sie am Fernseher eine Serie anschauen und Ihre Kinder am Tablet gleichzeitig eine andere.

- Was kann ich sehen? Leider hat das Angebot noch relativ viele Lücken. Es gibt keine Firma, die alle relevanten Filme und Serien zeigt, dazu ist die Rechtelage zu kompliziert. tz-Tipp: Teilen Sie Ihr Abo mit Freunden. Eine Familie hat Netflix, die andere Watchever, und Sie tauschen die Passwörter aus. So haben Sie noch mehr TV-Spaß! Auf werstreamt.es oder justwatch.com können Sie sehen, was bei welchem Anbieter läuft. Warentest hat die Streamingdienste wegen ihres Angebotes gerade abgewatscht und zum Beispiel Net-flix eine Vier verpasst – zu Unrecht! Traumhafte US-Serien wie das Knast-Drama Orange Is The New Black oder deutsche Perlen wie Mord mit Aussicht in gesamten Staffeln und das zum Preis nicht einmal einer Kinokarte – das neue Fernsehen ist sein Geld wert, trotz Lücken.

- Welche Hardware brauche ich? Die Streamingdienste laufen auf fast jedem internetfähigen Gerät – im Browser auf PC und Mac, oder mit eigenen Apps auf Smartphones, Tablets und Spielkonsolen. Zuschauen können Sie übrigens immer nur mit aktiver Internetleitung. Herunterladen für die Zugfahrt geht aus rechtlichen Gründen nicht.

- Wie kommen die Online-Videotheken auf mein TV-Gerät? Viele moderne Internetfernseher haben Netflix & Co. bereits als App eingebaut. Sie können aber auch eine kleine TV-Box wie Apple TV oder Amazon Fire TV (je 99 Euro) an Ihren Fernseher anstecken und damit die Dienste empfangen. Auch Playstation, Xbox und Wii bringen die „All you can guck“-Flatrates aufs TV-Gerät.

- Welche Internetleitung brauche ich? Eine WLAN-Leitung mit 1,5 Mbit/Sekunde (ca. DSL 2000) gilt als Minimum. Ab DSL 6000 können Sie ruckelfrei zusehen. Per Mobilfunk klappt es zwar auch – aber die Datenmengen sind so groß, dass Ihre Flatrate blitzschnell leergesaugt ist. Eine Stunde HD verbraucht drei Gigabyte.

- Was muss ich noch wissen? Mit einem Proxyserver können Sie auch das US-Angebot von Net-flix nutzen – die Kundenkonten sind identisch. Für den Chrome-Browser ist ZenMate ein passendes Plug-in. Und Sie sollten für Ihre Familie mehrere Konten anlegen. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Kinder nicht Mamas Horrorfilme vorgeschlagen bekommen. Letzter Tipp: Auch wenn’s nervt, sollten Sie die Filme und Serien nach dem Anschauen bewerten. Die Streamingdienste lernen dazu, schlagen dann Inhalte vor, die Ihnen garantiert Spaß machen.

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