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Weil Schaden zu groß ist

Netflix: Dieser Plan dürfte vielen gar nicht passen - Kommt bald das Aus für beliebte Funktion?

Ein Abo können bei Netflix mehrere Personen nutzen - und davon zahlt oft nur der, der das Abo abgeschlossen hat, oder die Kosten werden geteilt. Setzt Netflix dem bald ein Ende?

Vor allem für junge Menschen ist Netflix nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Längst hat der Streamingdienst - neben Plattformen wie Amazon Prime - in zahlreichen Haushalten das klassische Fernsehen ersetzt. Doch nicht alle Netflix-Fans haben auch Lust, für die Serien und Filme zu zahlen. Stattdessen schauen sie auf dem Account eines anderen Nutzers Filme und Serien an. 

Bisher ging das sogenannte „Netflix-Schnorren“ recht problemlos - auch wenn es sich in einer rechtlichen Grauzone bewegt. Es ist zwar erlaubt, sich mit jemandem denselben Netflix-Zugang in einem Haus zu teilen. Jedoch verstößt es gegen die Netflix-Nutzerbedingungen, wenn zwei Verwandte oder Freunde denselben Zugang an verschiedenen Orten nutzen. 

Netflix beobachtet unrechtmäßiges „Account-Sharing“

Genau das ist dem Streamingdienst Netflix ein Dorn im Auge - Account-Sharing möchte er Einhalt gebieten. Als Netflix-Topmanager Greg Peters in einem Youtube-Video die Bilanzzahlen für das dritte Geschäftsquartal 2019 vorstellte, erwähnte er auch dieses Thema. 

Der Streamingdienst beobachte die Situation weiter und denke über „Konsumenten-freundliche“ Wege nach. Konkretere Pläne wolle man zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht verkünden, so Peters. 

Netflix: Immenser Schaden durch Teilen von Accounts

Auf alle Streamingdienst-Anbieter verteilt, nutzt durchschnittlich jeder Fünfte fremde Accounts, meistens von Verwandten. Das berichtet Mimikama unter Berufung auf US-Analysefirma CordCutting. Rund 169 Mio. Euro Schaden hat Netflix pro Monat durch „Netflix-Schnorrer“, die ihr Abo nicht selbst bezahlen. 

Auch sonst kommen von dem Streaminggiganten aus Kalifornien immer wieder Hiobsbotschaften. Beispielsweise sind nach der Veröffentlichung der negativen Bilanz des zweiten Quartals 2019 die Netflix-Aktien innerhalb von sechs Tagen um 15 Prozent eingesunken. Außerdem steigt die Konkurrenz: Neben Apple gründet jetzt auch Disney einen eigenen Streamingdienst. Übrigens: Netflix teilt seine Kunden in drei Gruppen ein - dabei interessieren den Konzern vor allem zwei der Gruppen.

„Netflix-Schnorrer“: Running Gag im Internet

In den sozialen Netzwerken sind Gags über die „Netflix-Schnorrer“ inzwischen zum Kult geworden. Auf Netflix bekennen sich manche Nutzer inzwischen sogar schon stolz zu ihrem Schnorrertum, wie beispielsweise dieser Twitter-User:

Ein anderer Twitter-Nutzer scherzte, als Netflix im Mai die Preise erhöhte: „Netflix erhöht die Preise in Deutschland. Angst macht sich breit. Millionen Account-Schnorrer beten nun, dass der Besitzer bereit ist, den Aufpreis zu zahlen.“

Selbst Netflix stieg auf den „Schnorrer“-Gag mit ein und veröffentlicht in sozialen Netzwerken des Öfteren Memes über das Teilen eines Accounts, wie beispielsweise über die Teilungsfreudigkeit in unterschiedlichen Ländern:

Video: Netflix-Account-Sharing Bald schon ein Problem?

spl

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