+
Nutzer von Streaminganbietern wie Netflix, Sky go und Maxdome sollen in Zukunft auch im EU-Ausland ihr gewohntes Programm verfolgen können. Zumindest zeitweise.

EU-Kommission plant Änderung

Sky, Netflix und Co. wohl auch bald im EU-Ausland nutzbar

  • schließen

München - Geoblocking ist Nutzern von Netflix, Sky und Sky Go oft ein Dorn im Auge. Ab 2017 soll dieses innerhalb der EU nun verboten werden. Zumindest zeitweise.

Wer sich im Moment im EU-Ausland gerne seine Lieblingsserie bei Streamingdiensten wie Netflix, Sky Go oder Maxdome weiterschauen will, sieht derzeit oft schwarz. Das sogenannte Geoblocking verhindert, dass man das selbe Programm wie in der Heimat ansehen kann. Im Falle von Netflix bekommt man dadurch derzeit schlicht das Programm des Landes, in dem man sich befindet, bei anderen Anbietern kriegt man trotz teurer Abo-Gebühren nicht einmal das. Dies soll sich ab 2017 ändern.

Wie mehrere Tech-Portale wie t3n.de, engadget.com und maclife unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters berichten, will die Europäische Union ab 2017 nicht nur die Roaming-Gebühren für den Mobilfunk verbieten. So soll die Roaming-Regelung auch auf Streaming-Dienste wie eben Netflix und Co. erweitert werden, welche es Usern auch im EU-Ausland ermöglicht, ihrem gewohnten Entertainmentprogramm nachzugehen. Zumindest für eine noch nicht näher definierte Zeit lang.

Geoblocking bei Netflix und Sky: Das steckt dahinter

Der Grund für das beispielsweise von Netflix angewandte Geoblocking liegt oft auch in der unterschiedlichen Lizenz-Situation in den verschiedenen EU-Ländern. So darf der Anbieter beispielsweise die von ihm selbst produzierte Serie "House of Cards" nicht zum Premierentermin in Deutschland ausstrahlen. Denn die Rechte hierfür liegen bei Sky. Netflix-Nutzer in Frankreich haben dagegen vom Start weg Zugriff auf die Serie. Durch das Geoblocking erkennt Netflix, in welchem Land sich der Nutzer zum Zeitpunkt des Zugriffs befindet. Beim Pay-TV-Sender Sky funktioniert dies ähnlich. Abonnenten aus Deutschland haben auch nur in Deutschland Zugriff auf das von ihnen gebuchte Programm. Wer auch im Urlaub kein Spiel seines Lieblingsvereins verpassen will, hat derzeit das Nachsehen.

Nach Plänen der EU-Kommission soll sich dies nun ändern, zumindest zeitlich beschränkt. Wer ab 2017 nur auf einer kurzen Geschäftsreise oder ein paar Tagen Urlaub in der EU ist, soll weiterhin die Dienste von Netflix, Sky Go oder Maxdome zugreifen können. Für die finale Umsetzung fehlt laut den Berichten der Tech-Portale nur noch die Zustimmung des EU-Ministerrats, der wieder am 26. Mai zusammentritt.

bix

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Western Union entschädigt Betrugsopfer
Opfer von Betrügereien, die über den Bargeldtransfer-Dienstleister Western Union abgewickelt wurden, haben unter Umständen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung. …
Western Union entschädigt Betrugsopfer
AMD-Radeon-Update: ältere DirectX9-Games wieder spielbar
Auf einem modernen PC Game-Klassiker wie "Command&Conquer" oder den ersten Teil der "Witcher"-Triologie spielen? Das geht ab sofort mit einem neuen Treiber für …
AMD-Radeon-Update: ältere DirectX9-Games wieder spielbar
Beim Kauf von Android-Smartphone auf Project Treble achten
Mehr Sicherheit für das Smartphone erhalten Nutzer nur mit regelmäßigen Updates. Doch Android-Geräte haben da manchmal das Nachsehen. Mit Project Treble will Google das …
Beim Kauf von Android-Smartphone auf Project Treble achten
Facebook lässt Nutzer über Qualität von Medien entscheiden
Seit der US-Präsidentenwahl 2016 wird Facebook massiv wegen der Ausbreitung gefälschter Nachrichten kritisiert. Nach einem ersten Versuch, Recherche-Profis Warnzeichen …
Facebook lässt Nutzer über Qualität von Medien entscheiden

Kommentare