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Neue Gefahren beim Online-Banking: Darauf müssen Sie achten

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Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele gefährliche E-Mails mit Schadsoftware wie in Deutschland. Laut dem russischen Antivirus-Konzern Kaspersky war jede siebte schädliche Spam-Mail(14 Prozent) an deutsche Kunden des IT-Sicherheitsunternehmens gerichtet.

Und: Jede zweite Attacke (47,48 Prozent), die Kaspersky 2016 entdeckte, hatte es auf das Geld der Computernutzer abgesehen. Viele Attacken sind relativ plump und mit Viren-Software leicht zu entlarven. Doch mittlerweile gibt es auch immer raffiniertere Angriffe auf unsere Online-Konten. Wir listen einige Beispiele auf: 

  • Phishing: Hier werden Nutzer durch einen Link in einer E-Mail auf eine gefälschte Webseite geführt, wo sie Nutzername und Passwort fürs Onlinebanking ein geben sollen. Damit kommen die Kriminellen an Zugangsdaten der Kunden, die sie für Betrugsversuche verwenden können. Insgesamt entdeckte Kaspersky fast 155 Millionen Aufrufversuche von Phishing-Seiten, die PC-Daten zu stehlen versuchen. Angezeigt wurden laut Bundeskriminalamt 2015 nur 4479 Fälle von Phishing-Betrug. 
  • Trojaner: Viele Kunden wissen inzwischen, dass sie Anhänge aus dubiosen E-Mails nicht einfach öffnen dürfen, weil damit Späh-Software heruntergeladen werden kann. Doch mittlerweile lauern Trojaner auch hinter vermeintlichen Werbeanzeigen. Wer kein Antiviren-Programm hat, das den Trojaner erkennt, kann sich die Spähsoftware allein dadurch einfangen, dass er mit dem Mauscursor über die Werbung drüberfährt. 
  • Angebliche Falschüberweisungen: Amtlich aussehende Mails von Zoll oder Steuerbehörden verkünden, dass es eine Falschüberweisung gegeben habe. In manchen Fällen war die vermeintliche Fehlbuchung sogar auf der Onlinebanking-Seite angzeigt. Wenn der Kunde dann „Rücküberweisung“ anklickte, schickte er damit den Gangstern sein eigenes Geld. 
  • Zweite Handy-Nummer: DieHacker hinterlegen eine zweite Handy-Nummer für die TAN-Übermittlung bei der Bank – und warten darauf, dass eine größere Summe eingeht. Der Rechtsanwalt Björn Vogel verlor so laut dem Magazin Spiegel eine Lebensversicherung in Höhe von 31.000 Euro, nachdem sie auf sein Girokonto überwiesen worden war. Die Betrüger leiteten das Geld in kleineren Summen an 75 ausländische Konten weiter. Vogel streitet sich seither mit seiner Bank, die sich weigert, den Schaden voll zu tragen.

So schützen Sie sich: 

Laut Kaspersky-Sicherheitsexpertin Nadezhda Demidova ist Finanz-Phishing (also der Versuch, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen) der einfachste Weg für Cyber-Kriminelle, sich Geld zu ergaunern. „Denn hierfür muss man kein talentierter Programmierer sein oder viel in eine dahinterstehende Infrastruktur investieren“, so Demidova. Um nicht schon auf solche relativ einfachen Tricks hereinzufallen, müssen Sie folgende Punkte beachten:

Bei einer Online-Bezahlung immer die Echtheit der Webseite überprüfen. Dazu sollten Sie darauf achten, dass in der Browserzeile „https“ steht (das heißt, es ist eine zusätzlich verschlüsselte Seite), nicht nur „http“. 

  • Vorsicht bei E-Mails von bekannten Markennamen – vor allem, wenn dazu aufgefordert wird, ein Passwort zu ändern. Im Zweifelsfall sollte man die Bank oder das Bezahlsystem kontaktieren, um herauszufinden, ob die erhaltene E-Mail wirklich echt ist. 
  • Niemals auf Links in verdächtigen E-Mails oder Webseiten klicken

Apps nur aus offiziellen App-Stores aufs Smartphone oder Tablet laden. Da vereinzelt aber auch dort gefährliche Apps angeboten wurden: Achten Sie auf den richtigen Anbieter und die richtige Schreibweise der App. 

  • Nie die PIN-Nummer angeben, wenn beim Einkauf im OnlineShop danach gefragt wird. 
  • Darauf achten, dass das Antiviren-Programm aktiviert ist und automatisch aktualisiert wird.

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