Neue Kraft für Antenne

- Wer im Sommer zwischen Badesee und Lieblingsserie schwankt, dem wird die Entscheidung künftig leicht gemacht. Mit Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehen, kurz DVB-T genannt, lässt sich problemlos im Grünen schauen. Eine bleistiftgroße Antenne und ein spezielles Empfangsgerät reichen aus, um auch auf der Liegewiese nichts von seinen Helden zu verpassen.

Rund zwei Jahre nach dem Sendestart in Berlin wird ab 31. Mai nächsten Jahres in Bayern digitales Fernsehen über Antenne zu empfangen sein - zunächst in den Großräumen München und Nürnberg. "Ausnahmsweise sind wir einmal nicht die Ersten, die eine neue Technologie einführen", sagte Medienminister Erwin Huber (CSU) bei der Vertragsunterzeichnung mit den teilnehmenden Sendern.<BR><BR>Doch Bayern wäre nicht Bayern, hätte sich die Staatsregierung nicht etwas Besonderes ausgedacht: "Wir sind die Ersten, die das Ballungsraumkonzept überschreiten und wirklich in die Fläche gehen. Mehr als fünf Millionen Einwohner könnten allein in Südbayern von der neuen Technik profitieren. Damit werden etwa 50 Prozent der bayerischen Zuschauer erreicht."<BR><BR>Um in den Genuss des zusätzlichen Programmangebots zu kommen, braucht man ein spezielles Empfangsgerät, das ab 70 Euro erhältlich ist. "Die Antenne am Dach kann in der Regel weiter verwendet werden. Das hängt vom Alter und Modell ab", sagt Frank Strässle-Wendelstein von der Bayerischen Medien Technik, die mit der DVB-T-Einführung beauftragt ist. Was im Einzelfall für die Umrüstung nötig ist, darüber informieren die Fernsehfachgeschäfte.<BR><BR>Während DVB-T für Besitzer einer Satellitenschüssel oder eines Kabelanschlusses nur als Alternative für mobile Zweitgeräte gedacht ist, müssen sich Nutzer von Dachantennen bis Ende Mai 2005 entscheiden. Dann schalten die Privatsender ihr analoges Signal endgültig ab. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten gewähren eine dreimonatige Übergangsfrist.<BR>Neben der besseren Bildqualität bietet DVB-T für Antennennutzer vor allem ein Zusatzangebot an Programmen. So sind neben den bisherigen Sendern künftig Vox, Kabel 1, N 24, Super RTL, Eurosport, Arte, Phoenix, BR alpha, Kinderkanal, 3 sat, HR, SWR sowie Datendienste von ARD und ZDF zu empfangen.

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