Weg für neue Musikdienste in Deutschland geebnet

Berlin - Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen IT-Branche und Gema ist der Weg für neue Musikdienste im Internet frei. Für einen Pauschalbetrag könnte dann bald Musik ohne Ende im Internet zu hören sein.

Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen IT-Branche und Gema ist der Weg für neue Musikdienste im Internet frei. Der Branchenverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaft habe eine Vereinbarung geschlossen, die unter anderem die Lizenzierung von Musiktiteln für Streaming-Portale wie Simfy oder Spotify regelt. Das teilten der Branchenverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaft am Donnerstag in Berlin mit. Der Vertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar 2002. Er legt zudem die Vergütung bei Musik-Downloads auf eine Summe von 6 bis 9 Cent pro Musikstück fest. Für Videoportale wie YouTube gilt die Einigung allerdings nicht - darüber werde weiter verhandelt.

Unternehmen, die übers Internet Musik-Abos anbieten, müssen pro Nutzer und Monat zwischen 60 Cent und einem Euro zahlen. „Einzelne Dienste, die bisher im Ausland erfolgreich sind, finden jetzt auch in Deutschland ähnliche Lizenzierungsbedingungen vor“, erklärte Bitkom- Vizepräsident Volker Smid. „Wir gehen deshalb davon aus, dass es künftig noch mehr Musikdienste in Deutschland geben wird, bei denen Nutzer für eine monatliche Pauschalgebühr alle Titel vollständig online hören können.“ Etliche im Ausland erfolgreiche Streaming- Dienste sind bislang nicht in Deutschland verfügbar, weil mangels einer Vereinbarung mit der Gema die Kosten nicht kalkulierbar waren.

dpa

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