Neue Perspektiven in der Biologie

- Das Arbeitsfeld für die Absolventen der Biologie hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Ökologische Fragestellungen sind in den Hintergrund gerückt, dafür haben sich neue Forschungsfelder aufgetan. "Zur Zeit suchen Unternehmen vor allem Bioinformatiker oder Biologen, die eine Ausbildung in die medizinische Richtung absolviert haben", erklärt Carsten Roller vom Verband Deutscher Biologen (vdbiol).

Jährlich schließen rund 4000 Studenten in Deutschland ein Biologiestudium ab. Mehr als 1500 davon haben auch promoviert. Trotz der hohen Absolventenzahlen sinkt die Zahl der arbeitslosen Biologie-Hochschulabgänger. <BR><BR>"Heute sollten sich die Studenten schon während ihrer Ausbildung Kenntnisse vor allem in der Molekularbiologie aneignen oder sich mit medizinischen Fragestellungen beschäftigen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu steigern," rät Roller. "Vor allem auch das neue Gebiet der Systembiologie wird nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms viele Forschungsfelder eröffnen". <BR><BR>Interessant ist aber auch die Ausbildung als Naturwissenschaftler mit medizinischer Ausrichtung, wie es in Bayern die Unis in Erlangen oder Würzburg anbieten.<BR><BR>Ganz spurlos an der Bio-Szene ist die aktuelle Arbeitsmarktsituation auch nicht vorübergegangen. Vor allem forschungsintensivere Unternehmen mussten Personal abbauen, um Kosten zu senken. "In der Regel kommen die Betroffenen aber wegen ihrer Erfahrung bei der Konkurrenz schnell wieder unter. Dadurch haben es jedoch die frischen Absolventen schwerer", sagt Roller und betont, dass vor allem Eigeninitiative wichtig ist. "Durch Praktika und Werkstudentenjobs kann man sich potenziellen Arbeitgebern empfehlen.<BR><BR>Als Alternative dazu haben sich nicht nur in der Bio-Branche Jobbörsen und Messen zur Kontakterschließung von Absolventen und Firmen empfohlen. Hier kann man zwanglos Unternehmen kennenlernen und mit möglichen Chefs ins Gespräch kommen.<BR><BR>Auch das Internet gewinnt an Stellenwert für Arbeitssuchende. Fast jedes Bio-Unternehmen bietet auf seiner Homepage eine eigene Stellen-Rubrik an. Vielversprechend sind unabhängige Internetjobbörsen mit einem breitgefächerten Stellenangebot auch für Ausbildungsberufe, wie medizinisch-technischen Assistenten.<BR><BR>Schulabgängern, die sich gerade überlegen, was sie studieren sollen, empfiehlt Carsten Roller, sich auf jeden Fall für das zu entscheiden, was ihnen Spass macht und sich nicht nach dem Arbeitsmarkt zu richten. "Es gibt keine verlässlichen Prognosen, wie der Bio-Arbeitsmarkt in fünf oder sieben Jahren aussehen wird".

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