Neue Strukturen für die Hochschulmedizin

- Die Mediziner an den beiden Münchner Universitäten sollen in der Forschung stärker mit außeruniversitären Einrichtungen und der Wirtschaft zusammenarbeiten. Ein gemeinsames Zentrum von Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität (TU) soll zudem künftig klinische Studien an den beiden Hochschulen koordinieren. Das empfiehlt der Wissenschaftsrat in seiner soeben veröffentlichten Stellungnahme zur Universitätsmedizin in Bayern.

Fachgebiete wie die Palliativmedizin an der LMU und Ernährungsmedizin an der TU sollten nach Ansicht des Wissenschaftsrates (WR) weiter ausgebaut werden. Die immer älter werdende Bevölkerung mache dies nötig. In der Bäderkunde empfiehlt das Gremium eine engere Zusammenarbeit der zwei Hochschulen mit dem GSF-Forschungszentrum.

In der Studentenausbildung hebt der Bericht vor allem die Reformen in der Lehre an der LMU als "vorbildlich" hervor.

Deutschlandweit sieht der WR in seinem Bericht die fünf medizinischen Fakultäten im Freistaat und deren Kliniken unter den "führenden universitätsmedizinischen Einrichtungen". Gleichwohl seien weitere Reformen nötig, um die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen. So sollen die medizinischen Fakultäten und Kliniken neu in Zentren gegliedert werden. Außerdem sollen die bisher getrennten Geldtöpfe für Forschung und Lehre gebündelt und den Fakultäten als Ganzes zugewiesen werden.

Für Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel ist der Bericht eine "wichtige Bestätigung der hohen Leistungsfähigkeit der bayerischen Hochschulmedizin". Einem Teil der Empfehlungen des WR sei schon in den vergangenen Monaten Rechnung getragen worden. Die übrigen Empfehlungen könnten laut Goppel zum großen Teil in die Zielvereinbarungen mit Universitäten und Kliniken einfließen.

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