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Eine neue Technik soll künftig Unfälle und Verletzungen beim Telefonieren verhindern.

Neue Technik für weniger Unfälle mit dem Handy

Palo Alto - Immer wieder verletzten sich Menschen, weil sie sich mit ihrem Handy beschäftigen, obwohl sie eigentlich etwas anderes tun - laufen oder Kaffeetrinken zum Beispiel. Eine neue Technik soll das ändern.

Der Kalifornier Todd Atwood weiß genau, was unachtsamen Handynutzern passieren kann. “Ich habe eine Frau beim Telefonieren gegen ein Straßenschild laufen sehen“, erzählt er. “Sie hat sich dabei zum Glück nur erschrocken.“ Aber nicht alle Fußgänger, die auf der Straße in ihre Handytelefonate oder in ihre SMS-Nachrichten vertieft sind, kommen so glimpflich davon. Manch einer stolpert dabei über den Bordstein oder läuft bei dichtem Verkehr auf die Straße, für einige Unvorsichtige endet die Reise sogar in einem Kanalschacht.

Eine Studie der Universität von Ohio ergab, dass sich die Zahl der aus solchen Unfällen resultierenden Notfallaufnahmen von Jahr zu Jahr verdoppelt. Demnach mussten in den USA im Jahr 2008 über 1.000 Fußgänger behandelt werden, nachdem sie beim Simsen gegen einen Laternenpfahl gelaufen waren oder sich beim Handytelefonat einen Knöchel verstaucht hatten. Es gebe vermutlich sogar weitaus mehr Fälle, da viele Menschen nicht zugeben wollten, sich auf diese Weise verletzt zu haben, sagt Jack Nasar, ein Professor für Stadtplanung, der die Studie beaufsichtigte.

Stimmerkennung soll helfen

Mit neuartigen Technologien wollen Unternehmen derartigen Unfällen künftig vorbeugen. Das in San Francisco ansässige Elektronikunternehmen Aliph stellt Headsets mit der Funktechnik Bluetooth her, die eine gesprochene Nachricht in eine SMS-Botschaft umwandeln, was den Blick auf die Tasten unnötig macht. Außerdem verfügt die Technik auch über eine verbale Anruferkennung und eine weitere Funktion, die es dem Nutzer ermöglicht, ihre Gesprächspartner mit der Stimme anzurufen, ohne die Nummer eintippen zu müssen.

Die technologischen Möglichkeiten sind noch längst nicht ausgeschöpft. So gibt es auch Programme, mit denen der User auf seinem Smartphone Kamerabilder seiner näheren Umgebung empfangen kann. So weiß er im voraus, wo möglicherweise Gefahr in Form eines Laternenpfahls oder eines Gullyschachts in Verzug ist. “Das könnte eine Teillösung des Problems sein,“, sagt Clifford Nass, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Stanford. Ganz aus der Welt schaffen ließen sich die Gefahren aber nicht: Das Gehirn des Menschen könne einfach nicht alles auf einmal machen, sagt der Experte für Multi-Tasking.

dapd

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