Was der neue Uni-Rektor plant

- Der neue Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität Professor Bernd Huber (42, verheiratet, zwei Kinder), hat sich viel vorgenommen. Innovativ, kreativ und mehr nach außen geöffnet soll die LMU werden. Um sie unter die "Top Ten" in Europa zu bringen, sollen internationale Qualitätsstandards in Forschung, Lehre und Management dauerhaft anvisiert und die Studenten so gut ausgebildet werden, dass sie alle Chancen für eine berufliche Karriere haben.

Die LMU will er im Innern regelmäßig kritischen Evalutionen unterziehen und"strategisch wichtige Berufungen" forcieren, nach außen soll der Wettbewerb über ein europäisches Ranking verstärkt werden, bei dem die Uni ihre Leistungen denen anderer in- und ausländischer Hochschulen gegenüberstellt. Das Management der Uni will Huber ebenfalls verbessern und dafür einen vierten Prorektor oder eine Prorektorin in die Hochschulleitung holen. "Ich würde mich freuen, wenn es jemand aus dem Mittelbau wäre", hofft der 42-jährige Wirtschaftswissenschaftler.<BR><BR>Um international attraktiv zu sein und im europäischen Rennen um die besten Köpfe "mit so renommierten Universitäten wie Oxford, Stockholm oder Leuven mithalten" zu können, braucht die LMU freilich mehr Geld, als ihr jetzt zur Verfügung steht.<BR><BR>Darum wird jetzt an der LMU nach dem Vorbild der Technischen Universität das "Fund-Raising" intensiviert und auch die Ehehemaligen (Alumnis) sollen stärker für ihre alte Uni interessiert werden. Kurz, Huber will sich um neue Geldquellen bei Sponsoren bemühen. Universitätsintern soll außerdem ein zentraler Pool an Geld und Stellen gebildet werden, um die innovativsten Forscher entsprechend ausstatten zu können. "Wir müssen Prioritäten setzen, auch wenn das im Einzelfall schmerzlich sein sollte", kündigte Huber an.<BR><BR>Die wissenschaftliche Ausgangsposition für den europäischen Wettbewerb sei doch schon mal sehr gut, davon ist der neue Mann an der Spitze der LMU überzeugt: "15 Sonderforschungsbereiche, 14 Graduiertenkollegs, elf DFG-Forschergruppen, und eine Drittmitteleinwerbung von 113 Millionen Euro im Jahr 2001 belegen ein exzellentes Forschungsniveau." <BR><BR>Internationalen Zuschnitt soll künftig das Promotionsstudium haben. Zudem sind mehr Bachelor- und Masterstudiengänge und mehr englischsprachige Vorlesungen geplant. Abschaffen will Huber die alten akademischen Abschlüsse, Magister oder Diplom, aber noch nicht: "Wir sollten erst abwarten, wie Bachelor und Master auf dem Arbeitsmarkt ankommen", meint er realistisch.<BR> 

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