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Neue "Währung" für Online-Werbung soll bis 2004 kommen

- Hamburg - Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF), ein Zusammenschluss führender Online-Vermarkter und Internetdienste, will bis zum kommenden Frühjahr eine neue, einheitliche "Währung" für die Werbung in Onlinediensten und Webangeboten etablieren. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft am Donnerstag in Hamburg mit. Dabei sollen erstmals neben anonymen Reichweitengrößen auch personenbezogene Daten wie Geschlecht, Alter, Einkommen und Wohnort der Online-Anwender für die werbetreibende Industrie ausgewiesen werden.

<P>Bislang werden für die Berechnung der Online-Werbung vor allem Auswertungen von technischen Daten vorgenommen und Größen wie "PageImpressions" (Seitenabrufe) und "Visits" (Besuche eines Angebots) ermittelt. Nach dem neuen Modell wird die technische Messung durch Umfragen am Telefon und in den Onlineangeboten selbst ergänzt. Damit kann die Werbeindustrie nicht nur erkennen, wie intensiv ein Onlineangebot genutzt wird, sondern auch von welcher Benutzergruppe (etwa Raucher, Hundebesitzer, Männer über 40 Jahre). Dazu will die Arbeitsgruppe eine zusätzliche Messgröße einführen, den "Unique Client", der eine fest identifizierte Person repräsentiert.</P><P>"Der Multimethodenansatz unserer Währung gewährleistet, dass wir einerseits dem Medium Online gerecht werden und andererseits mit den klassischen Medien vergleichbar werden", sagte Simone Brecht, Vorstand der AGOF und Content-Chefin von AOL. Die neue, einheitliche Online-Währung fuße auf einem breiten Konsens und genieße die uneingeschränkte Unterstützung der führenden deutschen Online- Vermarkter und der von ihnen repräsentierten Online-Werbeträger.</P><P>Die AGOF strebt an, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Media- Analyse, kurz ag.ma genannt, zu werden. Die ag.ma erforscht als Non- Profit-Organisation das Medien-Nutzungsverhalten in Deutschland durch Befragungen.</P>

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