Neuer Auftritt in Orange

- An der Universität der Bundeswehr München (Uni BW) sind Veränderungen im Gange. Moderner und offener möchte sich die Hochschule der Offiziere mit einem neuen Look darstellen. Schrittweise folgt sie auch dem Bologna-Prozess.

<P>Die Modernisierung der Uni BW beginnt mit einem veränderten äußeren Erscheinungsbild. Nach über 30 Jahren satt gesehenem Dunkel-Blaugrau glänzt das neue Logo der Bundeswehr-Uni in leuchtenden Orange. "Wir wollen die Wiedererkennbarkeit der Uni steigern", erklärte der Vizepräsident der Uni BW, Professor Uwe Borghoff, der als Informatiker die Projektleitung für das neue Erscheinungsbild verantwortet. Ein neuer Internetauftritt, ein verändertes Signet. Die Uni besitzt auch endlich ein zentrales Rechenzentrum.<BR><BR>Ein frischer, in orange gehaltener Wind weht über den Campus in Neubiberg. Den Aufwind für die Brise verursachte die bundesweite Umstrukturierung der Hochschullandschaft. Diese zwingt nämlich die Universitäten Farbe zu bekennen und sich dem internationalen Vergleich zu stellen. Die Farbe der BW-Uni wurde Orange, und innerhalb des eingezäunten Geländes entwickelten sich Konkurrenzgedanken: "Auch wir müssen uns jetzt positionieren, profilieren und professionalisieren. Dazu gehört unsere neue Corporate Identity", betont Borghoff. Ihr unterlag auch Athene, die griechische Göttin der Weisheit und des Kampfes, die das Logo der Uni BW schmückt. Von nun an ist sie in moderner Strichführung illustriert und auch elektronisch verfügbar. Für Visitenkarten und für Briefpapier: Die Fakultäten werden künftig einheitlich auftreten. Das verspreche eine Verbesserung für Arbeitsabläufe.<BR><BR>Modern und zukunftsweisend ist nicht nur das neue Gewand. Auch uni-intern hat sich ein Wandel vollzogen, etwa in Studieninhalten und Leistungsnachweisen. "Im Gegensatz zu den Landesuniversitäten haben wir in die Studiengänge Soft Skills eingeplant", so der Hochschulvize nicht ohne Stolz. <BR><BR>Studienleistungen werden künftig in einem Punktesystem angerechnet, wie es die baldige Umstellung auf Bachelor und Master erfordert. Ab Oktober müssen die Studenten mindestens 21 Punkte in den Lehrveranstaltungen des "Studium plus" erreichen. "Es geht um die Persönlichkeit. Unsere Absolventen sind immer auch ein Teil des Staates", so die Uni BW. "Sie werden immer Ingenieur und Offizier sein."<BR><BR>Im "Studium plus" werden vor allem gesellschaftswissenschaftliche Anteile in die meist ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge integriert. Es ist ein Querschnitt aus allen Fakultäten und löst die früheren EGA/ETA (erziehungs-, gesellschafts- und technikwissenschaftliche Anteile) ab. Ziel: Über den eigenen Tellerrand schauen.<BR><BR>Die durch den Bologna-Prozess geforderte Umstellung auf Bachelor und Master kann die Bundeswehr-Uni nach eigenen Angaben "nicht gleich erfüllen".</P>

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