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Der virtuelle Rotlichtbezirk erfreut sich großer Beliebtheit.

Neuer Rotlichtbezirk im Internet heiß begehrt

Palm Beach Gardens/Berlin - Der neue Internet-Rotlichtbezirk hat eröffnet. Seit Dienstagabend können Website-Betreiber Adressen mit der Endung “.xxx“ erwerben - und tun dies offenbar zahlreich.

Mehr als 100 000 Domain-Namen seien bereits registriert worden, teilte der Betreiber ICM Registry in Palm Beach Gardens (Florida) mit. Ein Vorverkauf der Adressen für Markeninhaber war im September gestartet. Bestehende Porno- und Erotik-Websites müssen allerdings nicht in den virtuellen Rotlichtbezirk umziehen.

Adressen mit “.xxx“-Endung sollen nur Unternehmen der Pornobranche zur Verfügung stehen. Der Betreiber wirbt damit, schädliche Software und Kinderpornografie herauszufiltern. “Wir hoffen, dass mehr Nutzer zu .xxx-Seiten gehen, weil sie sich in dieser risikofreien Umgebung sicherer fühlen“, sagte ICM-Registry-Chef Stuart Lawley. Die Firma argumentiert zudem, dass “Erwachsenen-Inhalte“ durch die Endung klar benannt seien und sich somit auch leichter erkennen ließen, zum Beispiel mit einem Jugendschutzfilter.

Möglicher Jahresumsatz: 200 Millionen Dollar

Allerdings ist die neue Adressendung umstritten. Porno-Gegner - vor allem Konservative in den USA und einige religiöse Gemeinschaften - sehen darin eine Legitimierung von anstößigen Inhalten. Ein Teil der Sexindustrie befürchtet dagegen, dass die Videos leichter zensiert werden können. Unternehmen aus anderen Branchen beklagen zudem, dass der Aufwand wächst, die eigenen Markennamen zu schützen.

Pornografie gehört zu den meistgesuchten und -genutzten Inhalten im Internet. ICM Registry hofft auf ein großes Geschäft: Firmenchef Stuart Lawley bezifferte den möglichen Jahresumsatz mit “.xxx“-Domains einmal auf bis zu 200 Millionen Dollar.

dpa

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