Neues Feuer für die Stiftungsfachhochschule

- Ein "alle überragender Fels in der Brandung" - so wurde Michael Pieper, der scheidende Präsident der Katholischen Stiftungsfachhochschule (KSFH) München gewürdigt - kann sein Nachfolger nicht werden. Dazu fehlen Egon Endres schlicht die Körpermaße des spannenlangen Westfalen.

Dass der Bichler andere Vorzüge mitbringt, war den Festgästen natürlich längst bekannt, als Friedrich Kardinal Wetter den langjährigen Dekan des Fachbereichs Soziale Arbeit in Benediktbeuern am Donnerstag in München offiziell zum neuen Präsidenten ernannte. Während der Messe im Kirchlichen Zentrum an der Preysingstraße gab Wetter Endres mit auf den Weg, er solle Feuer sein.

Endres selbst freilich bediente sich solch christlicher Symbolik nicht. Der 46-Jährige widmete sich in seiner Ansprache dem, was er am besten kann, der empirischen Wissenschaft. Sieben Typen von Präsidenten gebe es: Den "klassischen", eine Identifikationsfigur, den "gelben Engel", einen Nothelfer und Ansprechpartner, den "Politiker", der Netzwerke knüpft und Beziehungen spielen lässt, den "Feldherrn", der sein Flaggschiff verteidigt, den "Medienprofi", der ein Image verkauft, den "Manager", der nach Effizienz trachtet, und den "Konfliktschlichter", der auch mal die Luft rauslässt. "Von allem werde ich ein bisschen sein müssen."

Eine Hochschule mit zwei Standorten zu leiten und sie dann auch noch als einer der Vorreiter in Bayern komplett von Diplom- auf Bachelor- und Master-Studiengänge umzustellen, während ein neuer, Bildung und Erziehung im Kindesalter, schon in Planung ist - das rückt einen schon an den Rand der Heiligmäßigkeit, sagte Friedrich Rothenpieler vom bayerischen Wissenschaftsministerium. "Sie hinterlassen Ihrem Nachfolger ein gut bestelltes Haus."

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