TV-Geräte: Worauf es ankommt

München - Die 3D-Welle hat einen Ansturm auf Riesenfernsehgeräte ausgelöst. Doch bei den neuen Geräten zählt nicht nur die Größe. Die Stiftung Warentest hat Fernseher mit bis zu 127 Zentimeter Bilddiagonale getestet.

Einen Vorteil bieten die Riesenfernseher vor allem bei 3D-Filmen. Das Maß der Dinge sind drei Plasmafernseher und ein LCD-Modell, der Sharp LC-46LE925E. Der erreicht beim aktuellen Test der Stiftung Warentest wie eines der Plasmamodelle fast eine sehr gute Note für 3D. Mit herkömmlichen Fernsehsignalen tun sich die Riesen schwerer. Je größer der Bildschirm, desto deutlicher erscheinen Bildfehler. Nur der Sony KDL-46NX715 überzeugt mit durchgehend gutem Bild und eignet sich für analoge Kabelanschlüsse und digitales Antennen-, Kabel- oder Satellitenfernsehen. Beachten muss man beim Kauf auch die Größe des eigenen Wohnzimmers: Zwischen einem Fernseher mit 117 Zentimeter Bilddiagonale und dem Sofa sollten rund drei Meter Abstand liegen.

Riesenschirme oft wahre Stromfresser

Der 127 Zentimeter große Plasmafernseher von LG verbraucht 397 Watt im Betrieb. Bei täglich vier Stunden Fernsehen frisst er Strom für 140 Euro im Jahr. Deutlich sparsamer sind LCD-Fernseher – also Geräte mit Flüssigkristalldisplays. Alle geprüften Modelle verwenden LED-Technik zur Hintergrundbeleuchtung. Für sinkenden Verbrauch ist es höchste Zeit. Ab Ende November 2011 müssen neue Fernseher ein Energielabel tragen. Bisher geprüfte Modelle kämen bestenfalls in die Effizienzklasse B, wenn die Hersteller sie optimal einstellen würden. In die Klasse A passt als erster der Philips 42PFL6805H: Bei 107 Zentimetern Bilddiagonale braucht er nur 62 Watt im Betrieb.

Noch immer ruckeln die Bilder

Immer noch haben viele Fernseher Probleme mit schnellen Bewegungen. Bei Actionfilmen und Sportübertragungen ruckeln die Bilder deutlich. Nach LG, Samsung und Sony bringt nun aber auch Sharp ein Bewegtbild ohne Ruckeln auf den Schirm: bei den geprüften Modellen LC-40LE824E und LC-46LE925E. Bei Markenfernsehern stieg die Bildqualität tendenziell, doch ein Topbild ist auch gut zehn Jahre nach Start der Flachbild-Ära nicht selbstverständlich.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl zuerst auf den Empfangsweg bei Ihnen zuhause – sehen Sie analoges, digitales oder gar HD-Fernsehen von Antenne, Kabel oder Satellit? Beispiel Analogfernsehen: Über den Kabeltuner sind fünf Fernseher gut. In die nähere Auswahl kommen ein Loewe mit 66 Zentimeter Bilddiagonale, ein LG mit 80, ein Samsung mit 94 und je ein Sony-Modell mit 102 und 117 Zentimeter Bilddiagonale. Alle weiteren Wünsche an das Fernsehgerät reduzieren diese erste Auswahl wiederum.

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