+
Im englischsprachigen Raum liegen die Einstiegspreise für Konten-Auktionen höher als in Deutschland. Foto: Andrea Warnecke

Nicht ohne Risiken: Kauf von Pokémon-Go-Konten

500 Euro für ein Pokémon-Go-Konto mit trainierten Monstern und ordentlich Ausrüstung? Im Netz ist das Angebot groß. Wer sich auf den Handel einlässt, sollte aber auch die Risiken kennen. Schlimmstenfalls sind Konto und Geld weg.

Berlin (dpa/tmn) - Stufe 10, mit Pikachu und vielen anderen trainierten Pokémon und dazu ordentlich Sternenstaub und andere Hilfsmittel? Wer solch ein Nutzerkonto für Pokémon Go haben will, muss viel herumlaufen und sammeln.

Oder er geht ins Netz und schaut bei bekannten Auktionsplattformen nach Angeboten. Schön für rund 15 Euro gibt es hier Nutzerkonten mit dem blitzeschleudernden gelben Pokémon. Nach oben gibt es kaum Grenzen.

Der Kauf ist allerdings nicht ohne Risiken. Das neue Konto könnte recht schnell gesperrt werden - das Geld für den Kauf ist dann auch fort. Der Grund: Ein Blick in die Nutzungsbedingungen von Pokémon Go zeigt, dass der Verkauf von Konten wie auch von Spielwährung oder digitalen Spielegütern verboten sind. Als letzte Konsequenz nennt Niantic Labs die Kündigung des Kontos. Besonders pikant: Laut Nutzungsbedingungen ist schon die Ermunterung oder Anleitung anderer zum Verkauf oder zur Vermietung der Pokémon-Go-App oder eines Nutzerkontos untersagt. Auch die Weitergabe von Nutzernamen oder Passwörtern ist sanktioniert.

Im Gegensatz zum Ausland sind die erzielten Preise für hochgezüchtete Pokémon-Go-Konten in Deutschland übrigens recht niedrig. Der britische Guardian berichtet über Spieler, die ihre Konten für 1500 US-Dollar (rund 1350 Euro) verkauft haben. Angebote im deutschsprachigen Netz mit ähnlich hohen Forderungen haben sich bislang als Ladenhüter erwiesen.

Bei aller Strafandrohung: Bislang sind noch keine Fälle bekannt geworden, in denen Niantic Labs oder The Pokémon Company die Nutzungenbedingungen des Spiels im Bezug auf Kontenverkäufe durchgesetzt hätten.

Nutzungsbedingungen von Pokémon Go

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jeder Vierte klebt Webcam oder Selfie-Kamera ab
Eine Webcam ist praktisch für Videotelefonie mit Freunden. Doch birgt das Gerät auch Gefahren. Deshalb neigen viele Deutsche dazu, die Kamera an technischen Geräten zu …
Jeder Vierte klebt Webcam oder Selfie-Kamera ab
Chrome-Browser jetzt updaten
Internet-Browser können immer wieder Sicherheitslücken enthalten. Diesmal betrifft es Chrome, den Browser von Google. Daher sollten Nutzer möglichst schnell ein Update …
Chrome-Browser jetzt updaten
Top Ten der Game-Apps: Zeit zurückdrehen und Schlangen-Spaß
Eine Reise in die Vergangenheit unternehmen iPad-Nutzer gerade gerne. Das Rollenspiel "Life is strange" ermöglicht einen Blick zurück. Dabei werden düstere Geheimnisse …
Top Ten der Game-Apps: Zeit zurückdrehen und Schlangen-Spaß
iOS-Charts: Mathematisches Knobeln und Pisten-Begleiter
An mathematischen Rätseln erfreuen sich Menschen schon ewig. iPad-Nutzern hat es in dieser Woche aber eine besondere Knobel-App angetan. Outdoor-Fans haben sich dagegen …
iOS-Charts: Mathematisches Knobeln und Pisten-Begleiter

Kommentare