Das Niveau des Studiengangs heben

- Nach der Uni Münster führt nun auch die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ab dem kommenden Wintersemester einen Eignungstest für Studenten der englischen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft ein. Anmeldestichtag ist Donnerstag, 15. Juli. Mit diesem Vorhabensteht die Fakultät nicht alleine da: Wie berichtet plant auch die Soziologie einen Eignungstest.

<P>Fakultät bemängelt Englisch der Studenten </P><P>Anders als bei den Soziologen geht es bei den Anglisten nicht nur um die Reduzierung der Erstsemesterzahl. Fakultäts-Direktorin Ulla Haselstein will vielmehr das Niveau des Studienganges heben und glaubt: "Englischkenntnisse sind dafür von enormer Bedeutung." Weil es ihnen aber genau daran fehle, brächen viele Studenten ihr Studium nach wenigen Semestern ab. Das sei "für Studenten wie Dozenten gleichermaßen unbefriedigend". Die Auswahl an der LMU erfolgt durch den von der Universität Münster entwickelten so genannten C-Test. Dabei soll der Prüfling am Computer einen Lückentest ausfüllen. Die Prüfung ist laut Haselstein keine reine Vokabel- oder Grammatikabfrage, sondern "so gearbeitet, dass sie sowohl grammatische Kenntnisse abfragt, als auch ein gewisses Maß an Kreativität verlangt". Anschließend wird das Testergebnis mit der Abiturnote verrechnet und daraus die Eignung ermittelt.</P><P>Fachschaft sieht Institut in der Pflicht </P><P>Auf Seiten der Fachschaft hält man die Auswahl grundsätzlich für eine gute Sache. "Der Test ist gut, weil es zu viele Studenten für dieses Fach gibt, bei dem schon seit Jahren gekürzt wird", spricht Studentenvertreterin Anne Gurk die knappen Mittel an. Zur Verbesserung der Englischkenntnisse der Studenten sieht sie aber auch das Institut in der Pflicht, denn: "Es werden viel zu wenig sprachpraktische Kurse angeboten." Dass die Abiturnote als Auswahlkriterium einbezogen werden soll, bewertet Gurk kritisch. Beispielsweise dürfe eine schlechte Mathematiknote kein Hindernis auf dem Weg zum Anglistikstudium sein. </P><P>Führt der C-Test also vielleicht zu einer falschen Auslese? Fachbereichsrats-Mitglied Tanja Trumm hat die Prüfung unter die Lupe genommen. Ihr Fazit ist positiv: "Der Test ist besser als der alte Lückentest, der nur auf Grammatik geprüft hat", urteilt sie. </P><P>Bis 15. Juli können sich angehende Anglisten für den Test anmelden. Infos zum LMU-Eignungstest und einen Probetest gibt es unter www.anglistik.uni-muenchen.de</P>

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