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Muss immer gleich der teuerste Fernseher her?

Smartphone, TV, Waschmaschine & Co.

No-Name-Geräte: Welche lohnen sich wirklich?

Ein iPhone für 1000 Euro, eine Siemens-Waschmaschine für 1200 Euro – lohnt sich das wirklich? Wie gut sind die Alternativen der Billighersteller? Kann das englische Wileyfox-Smartphone für 200 Euro oder die Beko-Waschmaschine aus der Türkei für 460 Euro mithalten?

Wir geben Tipps für sechs Produktkategorien:

Smartphones

Es gibt längst Top-Geräte zu einem Bruchteil der Preise von Apple oder Samsung. In der Zeitschrift PC-Welt ist das Huawei Mate 9 mit der Traumnote 1,29 derzeit das beste Smartphone. Dabei ist das Riesen-Handy mit 5,9-Zoll-Schirm teilweise schon ab 590 Euro zu haben. Für ein vergleichbares iPhone 7 Plus zahlen Sie 1009 Euro. No-Name-Hersteller wie Bluboo oder Coolpad bieten ab 100 Euro solide Mittelklasse-Qualität zum Einsteigerpreis. Preis-Leistungs-Champion von Chip mit der Maximalwertung von 100 Punkten ist das Wileyfox Swift 2+ für 200 Euro. Es läuft schnell, hat ein ordentliches Display und einen guten Akku.

Fernseher

Hier lohnt sich der No-Name-Kauf nicht. Wenn selbst Markengeräte wie der Samsung K5589 als Auslaufmodell nur noch 370 Euro kosten, ist Billigware kaum eine Alternative. Bei Warentest liegt unter den besten 60 Fernsehern kein einziges Gerät eines No-Name-Herstellers. Bei solchen Firmen ärgern Sie sich oft über undurchschaubare Menüs, die offenbar mit dem Übersetzungscomputer erstellt wurden, über langsames Umschalten und fragwürdige Bildqualität. Auch in der Preis-Leistungs-Wertung von Chip (UHD bis 55 Zoll) liegen Auslauf- und Einsteigergeräte der Markenhersteller vorne. Spitzenreiter ist der Sony KD-49XD8005 für 850 Euro.

Waschmaschinen

Im Warentest aus dem November 2016 liegen die Markenhersteller vorn. Die Miele WMF111 WPS für 1200 Euro und zwei Modelle von Bosch und Siemens glänzen bei den Frontladern mit der Top-Note 1,6. Sie bieten die einfachste Bedienung sowie die beste Wasch- und Schleuderleistung. Doch die Billig-Konkurrenz schläft nicht: Gleich auf Platz vier landet die Beko WYA81643LE für nur 460 Euro. Sie wäscht, schleudert und spült gut. Bei der Dauerprüfung sahnt sie sogar die Traumnote 1,0 ab. Nur die Bedienung ist etwas umständlicher. Insgesamt bedeutet das eine 2,0 – Top-Leistung für deutlich weniger Geld als bei der deutschen Konkurrenz.

Staubsauger

Hier hat bei Warentest unter den Beutel-Saugern der Siemens Z 7.0 VSZ7330 für 160 Euro mit Note 1,8 die Nase vorn. Doch das Magazin Chip zeigt, wie viel Sie sparen können: Hier kostet der Preis-Leistungs-Sieger Dirt Devil Rebel 73HF nur 46 Euro – und kommt trotzdem auf eine ordentliche Gesamtwertung von 75,8 Punkten (von 100). Dass vermeintliche Billigmarken nicht immer günstig und gut sind, zeigt im Warentest der Severin S‘Special MY7118. Er kostet satte 210 Euro – und kassierte wegen des gesundheitsgefährdenden Stoffes Naphthalin im Tragegriff ein „Mangelhaft“. Naphthalin steht immerhin im Verdacht, Krebs zu erregen.

Kühlschränke

In einem europaweiten Warentest wurden letzten Juli 30 Kühl-Gefrier-Kombis untersucht. Hier haben die Billighersteller wenig zu melden. Bei den Geräten ohne Kaltlagerfach liegt der Siemens KG49EBI40 für 700 Euro mit Note 1,6 auf Platz eins. Als bestes No-Name-Gerät schafft es der Koenic KCB 30706 (380 Euro) auf Platz zwölf, schneidet mit Note 2,9 aber schon drastisch schlechter ab. Wo der Siemens beim Stromverbrauch auf eine „sehr gute“ 1,4 kommt, schafft der Koenic nur eine „befriedigende“ 2,8. Hier sind günstigere Geräte vom Markenhersteller die bessere Wahl. Der Siemens KG39VUL31 ist mit 480 Euro deutlich billiger als der Testsieger, schafft aber trotzdem Note 2,1.

Mikrowellen

Hier nahm Warentest letzten August Kombigeräte zum Garen, Backen und Grillen unter die Lupe. Testsieger Bauknecht MW 78 SW (Note 2,3) bringt die besten Speisen auf den Tisch, kostet aber 265 Euro. Dramatisch schlechter ist der Micromaxx MD15501 als Preistipp (Note 2,7/109 Euro) nicht. Seine große Schwäche lässt sich umgehen: Im Automatik-Modus bleiben die Gerichte oft blass. Hier muss der Koch mit der Hand nachregeln

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