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Offizielle Dokumente wie ein Führungszeugnis kann man auch über das Internet bekommen. Verbraucherschützer warnen jedoch vor solchen Angeboten. Foto: Stephan Jansen/dpa

Unseriöse Dienstleister

Offizielle Dokumente nicht online bestellen

Unseriöse Dienstleister werben damit, offizielle Dokumente bei Behörden zu bestellen. Das ist meist nicht nur teuer, sondern auch unnötig. Häufig können die Dokumente ohne weitere Gebühren online beantragt werden - nämlich bei den Behörden selbst.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Das Führungszeugnis für den neuen Job, die Geburtsurkunde zum Heiraten - immer wieder braucht man amtliche Urkunden. Neben dem persönlichen Gang zum Amt versuchen sich Dienstleister im Netz als Alternative zu platzieren.

Die Anbieter werben damit, Anträge an die zuständigen Behörden weiterzuleiten und den Versand der Dokumente zu organisieren. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt allerdings vor solchen Dienstleistern. Häufig sind sie unseriös oder verlangen hohe Gebühren für ihre Dienste.

Ein Beispiel: Die Bestellung einer Geburtsurkunde über den Anbieter Standesamtweb.com soll 35 Euro Gebühr kosten, der "Schnell Service" 39 Euro. Die Dienstleistung dahinter: Die Webseite leitet ein ausgefülltes Formular an das zuständige Standesamt weiter. Der an die Verbraucherschützer gesandten Geburtsurkunde lag aber auch noch eine Rechnung des echten Standesamtes bei. Letztlich zahlt man also doppelt.

Der Rat der Verbraucherschützer: Einfach mal die Webseiten von Stadt oder Gemeinde aufrufen. In der Regel lassen sich die benötigten Urkunden dort ohne zusätzliche Kosten anfordern.

Auch vor kostenpflichtigen Ratgebern warnen die Verbraucherschützer. Auf der Webseite fuehrungszeugnis.net etwa wird für 13 Euro ein Dokument angeboten, das alle Informationen zum Beantragen eines Führungszeugnisses liefern soll. Diese 13 Euro kann man sich aber sparen. Alle nötigen Informationen liefert das Bundesjustizamt kostenlos im Netz - inklusive der Möglichkeit, das Führungszeugnis direkt online anzufordern.

Frangen und Antworten zum Führungszeugnis vom Bundesjustizamt

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