Die EM und Olympia als Viren-Falle

München - Großereignisse wie die EM und die Olympischen Spiele bedeuten Hochsaison für Internet-Kriminelle. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich schützen können.

Großereignisse bedeuten Großalarm im Internet. „Cyberkriminelle lassen sich Veranstaltungen wie die Fußball-EM und in Kürze auch Olympia in London nicht entgehen“, warnt Virenanalyst Christian Funk vom Sicherheitsspezialisten Kaspersky. Wir verraten Ihnen, worauf Sie in diesen Wochen achten müssen.

Sind EM und Olympia eine Computer-Falle?

Leider ja. Kaspersky warnt vor massenhaften Spam-Mails und anderen Internet-Fallen bis zum Olympia-Finale Mitte August. Onlinebetrüger verschicken dazu massenhaft angebliche Sensationsmeldungen, die gutgläubige Sportfans auf gefälschte Webseiten locken sollen. Dort versuchen die Ganoven dann, Passwörter, Zugangsdaten zum Internet-Banking und andere sensible Daten zu erbeuten oder den Rechner mit Schädlingen zu verseuchen. Mehr denn je werden 2012 für diese Fallen nicht nur Spam-E-Mails verschickt, sondern auch manipulierte Nachrichten auf Facebook oder Twitter. Wenn Sie, egal ob am Computer oder am Internet-Handy, auf spektakuläre Meldungen wie „Cristiano Ronaldos Freundin: Bikini-Fotos!“ oder „Olympia zum Nulltarif“ stoßen, auf Deutsch oder Englisch, sollten Sie niemals auf die enthaltenen Links klicken!

Welche Computer-Fouls drohen auf Facebook und Twitter? Facebook wird während Großveranstaltungen millionenfach mit Spam-Meldungen überflutet. Die Nachrichten mit ihren reißerischen Titeln enthalten meist Links zu anderen Websites, die durch abgekürzte Adressen wie bit.ly oder tiny.url getarnt sind – so können Sie als Empfänger nicht sehen, wo der Link hinführt. Wenn Sie solch eine Mitteilung eines unbekannten Absenders erhalten, löschen Sie die Nachricht am besten sofort. Auch Facebook-Apps rund um EM und Olympia wie kleine Fußball- oder Quiz-Spiele können Schädlinge enthalten. Lassen Sie besser die Finger davon! Auf Twitter kursieren derzeit massenhaft Spam-Nachrichten mit Stichwörtern von „Ronaldo“ bis „Gomez“ – klicken Sie nie auf die Links darin, wenn Ihnen der Absender nicht bekannt ist. Und fallen Sie nicht auf gefälschte Konten von Sportstars rein! Es gibt zahllose „Cristiano Ronaldos“ auf Twitter. Aber nur twitter.com/Cristiano ist echt. Die echten und von Twitter überprüften Promi-Konten erkennen Sie am blauen Häkchen.

Sind auch Internet-Videos und Ebay jetzt besonders gefährlich? Ja, denn wer nach Filmen oder Übertragungen von EM oder Olympia googelt, läuft ebenfalls Gefahr, auf manipulierte Links hereinzufallen. Vertrauenswürdig sind die Live-Streams von ARD (sportschau.de) und ZDF (zdfsport.de) sowie vom seriösen Online-Dienst Zattoo (zattoo.de). Auch besonders günstige Ebay-Schnäppchen rund um die Großereignisse sind riskant. In den Mails, die Sie auf eine Anfrage erhalten, können ebenfalls dubiose Links versteckt sein. Wichtigste Schutzmaßnahmen sind der gesunde Menschenverstand – und ein aktueller Virenschutz, den Sie beispielsweise auf free-av.de kostenlos laden können.

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