#regrettingmotherhood

Tabuthema: Mütter, die ihre Kinder bereuen

München - Eine Studie rüttelt an einem Tabuthema. Darf Frau es bereuen, Mutter geworden zu sein? Diese Frage spaltet die Nation. Im Internet wird eine hitzige Debatte geführt.

Frauen bekennen auf Twitter unter dem Hashtag #regrettingmotherhood, dass sie es bereuen, Kinder auf die Welt gebracht zu haben, Mutter zu sein. Auslöser ist eine wissenschaftliche Studie der Israelin Orna Donath. Die Soziologin an der Universität Tel Aviv hat dafür mit 23 Müttern im Alter zwischen Mitte 20 und 70 Jahren geführt. Das einzige Kriterium, das die Teilnehmerinnen einte: Sie hatten auf die Frage: "Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, würden Sie dann noch einmal Mutter werden - mit dem Wissen, das Sie heute haben?" alle die selbe Antwort: "Nein." Eine Antwort, die eine wichtige gesellschaftliche Säule stark ins Wanken bringt. Mutterglück ein Mythos?

Die Antwort scheint jedoch den meisten Müttern hierzulande durch Mark und Bein zu gehen, wie aus zahlreichen Kommentaren der Onlinemedien hervorgeht. Hierzulande hatte die Süddeutsche Zeitung die Studie thematisiert und deutsche Mütter zu Wort kommen lassen, die finden, ihre Mutterschaft habe ihr Leben nicht bereichert - im Gegenteil. Seitdem geht es auch im deutschsprachigen Netz hoch her.  

Reaktionen darauf auf Twitter:

Frauen, die offen zugeben, dass auch sie besser kinderlos geblieben wären, weil sie beispielsweise "ihr Leben komplett aufgeben" mussten, wie sie finden, begehen einen Tabubruch und sind deshalb scharfer Kritik ausgesetzt. Der Haupttenor der Debatte im Netz scheint zu sein: Mütter sollten lernen Nein zu sagen zum Perfektionswahn (Die Welt), aber nicht zu Kindern.

Das Gefühl der Überforderung kennen wohl alle Mütter. Das Gefühl, den Nachwuchs besser nie bekommen zu haben, zum Glück nur wenige. Und wie formulierte es eine Userin auf Twitter: "Als Mutter brauchst du nicht perfekt zu sein. Deine Kinder lieben dich auch so."

as

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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