Onlinehändler verliert Prozess um schlechte Bewertung

Augsburg/München - Nach einer schlechten Bewertung durch einen Kunden hat ein Onlinehändler auch vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG) einen Schadensersatzprozess verloren.

Der Unternehmer wollte von dem Kunden rund 40 000 Euro Schadenersatz wegen der schlechten Bewertung im Internet haben, nachdem der Kunde ein etwa 20 Euro teures Fliegengitter gekauft hatte und nicht zufrieden war. Nachdem der Verkäufer im Juli 2014 bereits beim Landgericht Augsburg verloren hatte, wurde die Berufung nun auch von dem OLG-Senat zurückgewiesen, wie eine Sprecherin am Freitag berichtete.

Das Geschäft, um das es im Prozess ging, war über die Amazon-Plattform abgewickelt worden. Bei Amazon können auch Fremdhändler ihre Waren anbieten. Später sperrte Amazon das Konto des Verkäufers. Deswegen verlangte dieser von seinem Kunden den angeblich entgangenen Profit. Der Verkäufer behauptete, die negative Bewertung habe zu der Sperrung geführt. Den bisherigen Schaden berechnete der Händler mit fast 40 000 Euro. Er wollte aber auch den künftigen Schaden ersetzt haben, weswegen das Gericht von einem Streitwert von mehr als 73 000 Euro ausging.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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