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Von der Oper bis zum Ball

- In unserer Serie stellen wir die akademischen Orchester und Chöre Münchens vor. Sie geben Studierenden und Studierten die Möglichkeit, sich neben Studium oder Arbeitsleben mit Musik zu beschäftigen und Konzerte vor Publikum zu geben. In der sechsten Folge werfen wir einen Blick auf die musikalischen Aktivitäten der Jungen Münchner Symphoniker.

Von symphonischen Werken bis hin zu Opernliteratur - die Jungen Münchner Symphoniker decken mit ihren Programmen eine große Bandbreite ab. "Bei den Opernwerken liegt unser Schwerpunkt auf Verdi. Auch von Rossini haben wir schon viele Werke einstudiert", erläutert Orchesterleiter Bernhard Koch das Programm des Orchesters.<BR><BR>Zwischen 40 und 50 Musiker spielen in dem Orchester, das Koch vor rund 25 Jahren gegründet hat. "Ich war damals selbst Student der Musikwissenschaft", erzählt der Dirigent, "anfangs hatten wir nur etwas über 15 Mitglieder." Waren in der Anfangszeit der Jungen Münchner Symphoniker noch alle Mitspieler Studierende, spielen heute auch einige ehemalige Hochschüler und auch einige begabte Schüler mit. "Wir sind nach wie vor überwiegend ein Studentenorchester. Der Altersdurchschnitt liegt bei 23 Jahren", so Koch. Von Medizinern über Juristen bis hin zu Mathematikern seien alle Fakultäten vertreten.<BR><BR>Je nach Saison gestalten die Jungen Symphoniker ihr Programm unterschiedlich: Im Herbst und im Frühjahr studiert Koch mit den Musikern symphonische Werke ein, im Sommer dagegen erarbeitet das Orchester Opernwerke. Koch engagiert für diese Werke stets Sänger aus dem Chor des Nationaltheaters. Zu dem unterhält Koch als ehemaliger Sänger noch gute Kontakte. Ein fester Termin während der "fünften Jahreszeit" im Orchester-Jahr der Symphoniker ist der Rosenmontagsball.<BR><BR>Damit neben den wöchentlichen Proben auch das gesellige Leben nicht zu kurz kommt, begibt sich Koch mit seinen Musikern vor den Konzerten regelmäßig auf Probenwochenenden außerhalb Münchens. "Man muss auch mal abends zusammensitzen", betont er. Auslandsreisen haben die Musiker auch schon unternommen. Allerdings bedauert Koch, dass die Planung von längeren Ausfahrten immer schwieriger werde: "Der Druck des Arbeitsmarktes schlägt leider auch auf das Studium durch. Die Studenten können ihre Freizeit immer schlechter vorausplanen", stellt der Orchesterleiter fest.<BR><BR>Das Fortbestehen des Orchesters können neben den Einnahmen aus dem Kartenverkauf für die Konzerte nur die Mitgliedsbeiträge seiner Musiker sichern. Schließlich verlangt die Uni Geld dafür, dass die Symphoniker wöchentlich in der Großen Aula proben dürfen. Vierteljährlich zahlt jeder Symphoniker 30 Euro in die Orchesterkasse, erhält dafür aber je zwei Freikarten. Und über die freuen sich Freunde und Angehörige.<BR>

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