Osteoporose-Schutz: Krafttraining hilft

- "Lebensgewohnheiten mit geringer körperlicher Aktivität sind wesentliche Ursachen dafür, dass Osteoporose zu einem wachsenden Gesundheitsproblem geworden ist", sagt Monika Siegrist vom Lehrstuhl für Bewegungs- und Trainingslehre der Technischen Universität München (TUM).

<P>Siegrist hat sich in ihrer Dissertation mit der Qualität verschiedener Trainingsprogramme in der Prävention der Osteoporose beschäftigt. Ihre Arbeit wurde jetzt vom Bund der Freunde der TUM mit dem Promotionspreis 2004 ausgezeichnet. <BR><BR>"Älteren Frauen wird meist geraten, körperlich aktiv zu sein, ohne dass sie Hinweise zur Art des Trainings erhalten", sagt Siegrist. "Ich habe in meiner Studie zwei Kraftrainingsprogramme mit einer Wirbelsäulengymnastik verglichen." <BR>Dafür trainierten 69 postmenopausale Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren mit leicht erniedrigter Knochendichte zweimal pro Woche über ein Jahr. Die Probandinnen waren alle gesund und haben keine Medikamente genommen, die in den Knochenstoffwechsel eingriffen. Alle Frauen beteiligten sich an der Wirbelsäulengymnastik. 26 von ihnen trainierten zusätzlich an Krafttrainingsgeräten. Weitere 23 trainierten mit oszillierenden, also wippenden, Geräten.<BR><BR>"In allen drei Gruppen zeigte sich ein positiver Effekt", sagt Siegrist. Der Knochenverlust in der Lendenwirbelsäule war geringer als altersbedingt zu erwarten war. "Die Teilnehmerinnen am Krafttraining gewannen in Armen und Beinen an Kraft, während die Wirbelsäulengymnastik alleine nur die Beinkraft verbesserte." <BR><BR>Wirbelsäulengymnastik gepaart mit Krafttraining</P><P>"Am besten haben sich abschließend die Teilnehmerinnen gefühlt, die das konventionelle Krafttraining mitgemacht haben", meint die Expertin. <BR><BR>"Für die Osteoporose-Prävention kann also bereits eine systematische Wirbelsäulengymnastik Kraft und Befinden verbessern", resümiert Siegrist. "Eine umfassende Steigerung der muskulären Leistungsfähigkeit und die gleichzeitige Anpassung der Knochen kann vor allem durch das konventionelle Krafttraining und nicht durch das oszilierende erreicht werden."<BR></P>

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