Ozonschicht-Erholung beginnt später als erwartet

- Köln - Die Ozonschicht der Erde wird sich später als bisher erwartet erholen. Gegenüber den bisherigen Prognosen werde eine nachhaltige Erholung mit zehnjähriger Verspätung erst 2010 beginnen, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln nach der Daten-Auswertung eines neuen Klima-Chemie-Modells mit.

Eine vollständige Erholung der Ozonschicht sei demnach erst in rund 50 Jahren zu erwarten. Von der stärkeren ultravioletten Strahlung seien alle Menschen weltweit betroffen. Vor allem für Europa, wo die Schädigung der Ozonschicht Mitte der 90er Jahre besonders groß war, bedeute dies zwar zunächst keine Verschlechterung. Eine Verbesserung werde aber "erst mit einer beträchtlichen zeitlichen Verzögerung" einsetzen.

Das Ozonloch über der Antarktis wird laut DLR in den kommenden Jahren ebenfalls noch unverändert groß bleiben. Die "erstaunlichen" Ergebnisse der DLR-Atmosphärenforscher entsprechen den Kölner Angaben zufolge nicht den bisherigen Annahmen vor allem amerikanischer Wissenschaftler.

Das DLR arbeitete mit einem Rechenmodell, das chemische Prozesse in der Atmosphäre und das Klima simuliert. Erstmals wurden alle bekannten Einflussfaktoren berücksichtigt - neben den durch Menschen verursachten auch natürliche Faktoren wie Vulkanausbrüche und die Aktivität der Sonne. Der Anstieg des atmosphärischen Ozongehalts von 1995 und 2002 ging laut DLR "in erster Linie auf eine Zunahme der Sonnenaktivität zwischen 1996 und 2001 zurück". Das nächste Sonnen- Maximum werde für 2007/2008 erwartet.

1987 war im Protokoll von Montréal der Schutz der Ozonschicht international vereinbart worden. In mehreren Folgekonferenzen waren Produktion und Gebrauch von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) fast vollständig untersagt worden. Diese sind maßgeblich für die Ozonschicht-Zerstörung verantwortlich.

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