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Oft finden bei Singlebörsen und Partnervermittlungen im Internet nur die Betreiber ihr (finanzielles) Glück

Partnervermittlungen und Singlebörsen im Web: Nur 1x Note "Gut"

Berlin - Die Stiftung Warentest hat für die März-Ausgabe der Zeitschrift "test" acht Singlebörsen und sechs Partnervermittlungen im Internet untersucht. Nur eine bekam die Testnote "Gut".

Ergebnis: Gefunkt hat es bei keiner Testperson. Nicht alle Portale sind außerdem seriös: Fotos von Bikini-Schönheiten auf der Internet-Plattform, die sich als Fata Morgana herausstellten, obszöne Briefe und Fotos gehörten zu den Erlebnissen.

Die Berliner Verbraucherexperten haben zwei Varianten der Partnersuche im Web getestet:

1. Singlebörsen. Sie werden eher von jüngeren Leuten genutzt. Hier geht es nicht primär um einen Lebenspartner, sondern mehr ums Flirten und Neue-Freundefinden. Dafür durchforsten die Mitglieder aktiv eine Datenbank anhand selbstgewählter Kriterien nach passenden Partnerprofilen.

2. Partnervermittlungen. Sie unterbreiten ihren Mitgliedern nach einem Persönlichkeitstest Partnervorschläge. Das Publikum ist eher an langfristigen Partnerschaften interessiert.

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Insgesamt 14 Singles aus Berlin und Köln testeten drei Monate lang Singlebörsen und Partnervermittlungen auf Seriosität, Angebot und Bedingungen. Jeder Anbieter wurde von je zwei Frauen und Männern in Anspruch genommen. Zusätzlich checkten zwei Experten die Portale. Die Ergebnisse:

Erfolg: Gefunkt hat es in keinem Fall. Kein Wunder: Auch die Anbieter selbst sprechen laut Stiftung Warentest nur von 30 bis 40 Prozent Erfolgsquote.

Versprechen: Vor allem Partnervermittlungen versprechen geradezu das Blaue vom Himmel.

Beurteilung: Von den Singlebörsen war keine gut, eine dafür mangelhaft: das Portal Flirtcafe. Warentest moniert Mängel bei den Vertragsbedingungen, beim Umgang mit Nutzerdaten etc. Wer das Probeabo für 1,99 nicht rechtzeitig kündigt, wird für 114 Euro automatisch sechs Monate Mitglied. Viele Personen-Porträts wirkten gefakt. Es kamen auch nie Antworten. Hier wie bei Friend­Scout24 beklagt Warentest unseriöse Zuschriften. Bei den Partnervermittlungen gab es immerhin einmal die Note „Gut“ für parship.de.

Fazit: Die Anonymität des Internet lockt zwielichtige Gestalten an. So gibt es Mitglieder, die es offenbar erregt, Frauen obszöne Nachrichten zu senden. Andere versuchen, Mitglieder auf obskure und teure Internetseiten abzuwerben. Betrüger gaukeln vor, der Traumpartner zu sein. Vor einem Treffen soll der Interessent erst Geld überweisen.

di. (tz)

Die Ergebnis-Tabelle bei test.de

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