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Nach dem Tod leben Online-Accounts weiter.

Einloggen, auch nach dem Tod

Was passiert, wenn jemand stirbt und all seine Passwörter und Pin-Nummern mit ihm begraben werden? Immer mehr Online-Dienste verwalten die Daten nach dem Tod.

Der Neurologe David Eagleman kennt den Tod, er erlebt ihn fast täglich in der Klinik. Doch viele der Menschen, die bei ihm landen, haben noch nie einen Gedanken daran verschwendet. Wenn sie plötzlich sterben oder ins Koma fallen - begraben sie mit sich auch Passwörter und Zugangsdaten. Sie können sich nicht von Mitspielern in Online-Rollenspielen verabschieden, Familienmitglieder kommen an die Bankkonten nicht ran.

Deshalb richtete Eagleman die Webseite Deathswitch ein. Dort können Menschen eine Email hinterlegen, mit allen Passwörtern, aber auch mit Geheimnissen. Diese Email wird automatisch versendet, wenn sich der Nutzer nicht regelmäßig auf der Seite einloggt. Bis dahin bleiben die Emails verschlüsselt. Wieviele Nutzer er hat, weiß der Neurologe nicht, er schätzt die Zahl auf 1000, schreibt die Netzeitung.

Auch andere Portale gibt es, die Daten nach dem Tod verwalten. Slightly Morbid verschickt auch Emails. Allerdings muss man sich dort nicht regelmäßig einloggen. Familienangehörige kriegen die notwendigen Informationen.

Die Seite Legacy Locker geht da strikter vor. Dort muss man den Totenschein vorlegen, bevor die Informationen freigegeben werden.

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