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Unbeachtet: Nach 24 Stunden starb die Patientin im Wartezimmer.

Patientin starb im Wartezimmer: Familie wird entschädigt

Weil eine Patientin im Wartezimmer vergessen wurde und nach 24 Stunden tot zusammenbrach, zahlt die Stadt New York der Familie Schadensersatz.

Mehr als 24 Stunden musste eine 49-jährige Jamaikanerin im vergangenen Jahr ohne Hilfe in der Notaufnahme einer New Yorker Klinik warten, danach starb sie unbeachtet auf dem Boden des Wartezimmers.

Jetzt bekommt ihre Familie zwei Millionen Dollar (1,44 Millionen Euro) Schadenersatz. Wie die New York Times am Donnerstag berichtete, hat die Stadt als Trägerin der psychiatrischen Klinik die Verantwortung für den Vorfall übernommen. 

Die Frau, eine sechsfache Mutter, litt an Depressionen. Sie war deshalb in die Notaufnahme des Krankenhauses gekommen. Dem Obduktionsbefund zufolge starb sie nach der langen Wartezeit, weil Blutklumpen aus den Beinen in ihre Lunge wanderten.

Ein Video aus dem Wartezimmer zeigte, wie die Frau mit Krämpfen zu Boden fiel. Selbst danach kümmerte sich länger als eine Stunde niemand um sie, obwohl Krankenhauspersonal in den Raum kam. Die Gesundheitsbehörde versichert, dass die Betreuung in den psychiatrischen Einrichtungen inzwischen verbessert worden sei. Dass der im Video gezeigte Zustand nicht Standard ist, erklärt auch der deutschsprachige Autor des Blogs USA erklärt. Er hat das Gesundheitssystem der USA erläutert.

dpa

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