+
Eins statt zwei: Als Alternative zu einem kleinen Smartphone und einem riesigen Tablet, bietet das Phablet die Zwischengröße. Foto: Bodo Marks

Phablet kann zusätzliches Tablet ersetzen

Hannover (dpa/tmn) - Die Displays der Smartphone-Neuheiten scheinen immer größer zu werden. Bei Oberklasse- und Topmodellen gehören Bildschirme, die an Tablet-Dimensionen kratzen, inzwischen zum guten Ton.

Wer bisher zusätzlich zum Smartphone auch immer noch ein Tablet in der Tasche hatte, kann mit einem Phablet unter Umständen Gepäck sparen. Denn das Angebot an den zwischen den beiden Kategorien angesiedelten Kompromissgeräten mit ungefähr 5 bis 6 Zoll großen Displays wächst und wächst. Die übergroßen Telefone oder - je nach Sichtweise - Mini-Tablets mit Telefonfunktion bieten dank ihrer großen Akkus lange Laufzeiten und lassen sich mit zwei Händen so komfortabel wie ein Tablet bedienen, berichtet die Zeitschrift "c't" über einen Vergleichstest von fünf High-End-Phablets zu Preisen zwischen 270 und 780 Euro (Ausgabe 1/15).

Nur von einer mühelosen Einhandbedienung müssen sich Phablet-Besitzer verabschieden, es sei denn sie aktivieren die von vielen Herstellern angebotene verkleinerte Darstellung der Bedienoberfläche. Zudem darf man als Phablet-Nutzer nicht mehr den Anspruch haben, das Gerät in jeder Hosentasche verschwinden lassen zu können, erklären die Experten. Das gilt vor allem bei einer Displaygröße ab 5,5 Zoll.

Die Phablets leisteten sich im Vergleich keine groben Schnitzer. Sie bieten gute Displays, schnelle Prozessoren und fast alle eine ordentliche Kamera, so das Fazit der Tester. Bei normaler Nutzung mit ein wenig Surfen, Telefonieren und dem gewöhnlichen Stand-by-Betrieb kommen sie den Angaben zufolge gut zwei Tage ohne Steckdose aus - viel länger als die meisten Smartphones heutzutage.

Angesichts der großen Preisspanne, stellt sich eher die Frage, wie viel Geld man ausgeben möchte und welche Extras man braucht. "Denn das unglaublich preiswerte OnePlus One zeigt bis auf die Kamera kaum Defizite gegenüber der teils doppelt so teuren Konkurrenten, hat aber auch keine erwähnenswerten Extras", schreiben die Experten. Es sei allerdings derzeit schwer erhältlich. Die Version mit 16 Gigabyte (GB) Speicher kostet 270 Euro. Das Huawei Ascend Mate 7 (470 Euro) erreichte im Test die längsten Akkulaufzeiten, bot aber etwas weniger Reckenkraft als die Konkurrenz.

Das einzige wasserdichte Gerät im Test ist das Sony Xperia Z3 (530 Euro), das mit 5,2-Zoll-Display noch am ehesten als Smartphone zu werten ist. Als "momentan vielseitigstes Phablet mit der modernsten Ausstattung" bezeichnen die Tester das Samsung Galaxy Note 4 (670 Euro), das mit praktischem Eingabestift kommt. Noch teurer ist mit Preisen ab 780 Euro (16 GB) nur das iPhone 6 Plus, das aber auch besonders hochwertig daherkommt. Auf der anderen Seite merken die Tester an, dass man für rund 700 Euro aber auch ein separates Smartphone und Tablet erhält.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verein iRights informiert über Algorithmen und KI
Apps, die Zugriffsrechte verlangen, Suchmaschinen oder Chatprogramme, die Daten sammeln, und Soziale Medien, die Filterblasen erzeugen - davon haben die meisten schon …
Verein iRights informiert über Algorithmen und KI
Große Sicherheitsprobleme bei Smartphones - Dieser simple Tipp hilft
Fast jeder dritte Smartphone-Nutzer hat in den vergangenen zwölf Monaten Sicherheitsprobleme mit seinem Gerät gehabt. Ein Experte hat einen Rat.
Große Sicherheitsprobleme bei Smartphones - Dieser simple Tipp hilft
Netflix will Zuschauer Handlungen mitbestimmen lassen
Der Online-Videodienst Netflix denkt darüber nach, wie er die Personalisierung auf die Spitze treiben kann. Eine Möglichkeit für die Zukunft wären unterschiedliche …
Netflix will Zuschauer Handlungen mitbestimmen lassen
Amazon, Google, Apple kämpfen um unsere Fernseher: Das müssen Sie dazu wissen
Amazon, Google und Apple kämpfen um die Vorherrschaft auf unseren Fernsehern. Dabei geht es um die Videodienste - und vor allem um Geld. Hier erfahren Sie, was Sie dazu …
Amazon, Google, Apple kämpfen um unsere Fernseher: Das müssen Sie dazu wissen

Kommentare