Philips stattet Unterhaltungselektronik mit Internet-Zugang aus

- Hamburg - Philips will künftig sichere Internet- Zugangstechnologie in Geräte der Unterhaltungselektronik integrieren. Als eines der ersten Projekte entwickelt der niederländische Elektronikkonzern gemeinsam mit dem Uhrenhersteller Junghans eine spezielle Armbanduhr mit eingebautem "Transponder-Chip", teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit. Damit sollen Nutzer ohne Eingabe von Passwörtern zu Hause oder unterwegs verschiedene Unterhaltungs- oder Informations-Angebote im Internet nutzen können. "Über diese neue Form der Kommunikationsfähigkeit werden künftig nahezu alle Geräte der Konsumentenelektronik verfügen", sagte Kai Grassie, verantwortlich für Identifikationssysteme bei Philips.

<P>Der "intelligente" Chip besteht aus dem eigentlichen Chip sowie einer Antenne. Er soll in jedem beliebigen Objekt wie etwa einer Chipkarte, einem Spielzeug oder einem Schlüsselanhänger integriert werden können. Die Computer des Netcafé des Hamburger Flughafens seien mit der neuen Zugangstechnologie bereits ausgestattet, hieß es. Reisende könnten hier zum Beispiel aktuelle Flugdaten abfragen oder auf ihre persönlichen E-Mails zugreifen. Mit Hilfe des Chips könne sich der Nutzer dabei eindeutig identifizieren.</P><P>Auch andere Chiphersteller testen derzeit mögliche Einsatzgebiete der so genannten Transponder-Technologie. Der Vorteil dieser Chips ist, dass sie ohne Berührung mit einem Lesegerät selbstständig über Funk ihre Daten an eine Zentralstelle übermitteln. Infineon kündigte vor wenigen Monaten gemeinsam mit Partnern eine Art Ausweise mit integriertem Chip an, der als diebstahlsicheres Kfz-Kennzeichen dienen soll. Der Chiphersteller Intel will gemeinsam mit den Partnern METRO und SAP die Technologie für die Warenlogistik einsetzen. Bereits in wenigen Jahren sollen die intelligenten Chips nach Prognosen der Unternehmen den Barcode ersetzen und zu enormen Kosteneinsparungen führen.</P>

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