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Nach der Spähattacke auf tausende E-Mail-Nutzer haben Microsoft und Yahoo laut einem Medienbericht immer noch nicht alle betroffenen Postfächer gesperrt.

Phishing: Einige Postfächer noch nicht gesperrt

Hannover - Nach der Spähattacke auf tausende E-Mail-Nutzer haben Microsoft und Yahoo laut einem Medienbericht immer noch nicht alle betroffenen Postfächer gesperrt.

Das Online-Magazin Heise.de konnte mit den im Internet veröffentlichten Zugangsdaten weiterhin auf mehrere Nutzerkonten zugreifen. In einigen Fällen habe man möglicherweise kriminelle Aktivitäten festgestellt, berichtete das Fachportal am Freitag in Hannover. Die Unternehmen kommentierten die Vorwürfe nicht. In den vergangenen Tagen kursierten im Internet unterschiedliche Listen mit Nutzerdaten.

Die britische BBC hatte nach eigenen Angaben Einblick in zwei Dateien mit rund 30 000 Namen und Passwörtern. Dem Internetkonzern Google lag ebenfalls eine nicht näher beschriebene Liste vor. Auch die Programmierer-Plattform Pastebin hatte Daten veröffentlicht, die später auf anderen Websites auftauchten. Kriminelle erschlichen sich die Zugänge wahrscheinlich, indem sie Nutzer auf gefälschte Internetportale lockten und zur Eingabe ihrer Daten aufforderten.

Experten sprechen von Phishing. Die Betrugsmasche ist bislang vor allem aus dem Bankensektor bekannt. Die Unternehmen gingen auf den jüngsten Bericht nicht direkt ein. Yahoo sei sich bewusst, dass eine “begrenzte Zahl“ von Nutzerdaten veröffentlicht worden sei, erklärte eine Sprecherin. Man unternehme die notwendigen Schritte, um die Nutzer zu schützen. Auch Microsoft äußerte sich zu den auf Heise.de geäußerten Vorwürfen.

dpa

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