Physiker Hänsch besorgt um Qualität

- Professoren aus allen Fakultäten treibt die Sorge um den Lehr- und Forschungsbetrieb um. Wie sich in der Physik-Fakultät finanzielle Kürzungen im nächsten Jahr auswirken würden, darüber sprach unsere Zeitung mit der Fachschaft und dem renommierten Quantenoptiker Prof. Theodor Hänsch.

Über die Hälfte der Assistentenverträge werden an der Fakultät im nächsten Jahr frei oder stehen zur Verlängerung aus. <BR><BR>Sollten diese nicht mehr besetzt werden, drohen drastische Einbußen in der Ausbildung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses, prognostiziert die Fachschaft Physik der LMU. Die Studenten haben Angst vor einer drohenden Drittklassigkeit. Gerade Fächer wie Mathematik, Physik und Informatik sind sehr betreuungsintensiv und anhängig von Assistenten und wissenschaftlichen Hilfskräften.<BR><BR>Am Lehrstuhl für Laser- und Quantenoptik von Professor Theodor Hänsch werden im nächsten Jahr zwei von drei Assistentenstellen frei. "Wenn diese Stellen ganz wegfallen, wird es für uns in Zukunft weit schwieriger, Drittmittel einzuwerben", erklärt Hänsch.<BR><BR>Gerade an den Physikinstituten sind Drittmittel für die Forschung bis jetzt noch relativ üppig geflossen. Hier würde bei Etatkürzungen nun ein Teufelskreis entstehen: Denn je weniger Stellen, umso weniger Drittmittel.<BR><BR>"Auch wir können sicherlich sparen, aber nicht von heute auf morgen. Man könnte wohl die Quantität aber nicht die Qualität der physikalischen Kurse für Studenten verringern," betont der Wissenschaftler: "Wir bemühen uns seit Jahren in der Quantenoptik Weltspitze zu sein. Durch Streichungen wird es aber schwer, dem Anspruch noch gerecht zu werden."

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