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Einer der drei Gewinner des Physiknobelpreises 2008

Nobelpreis für Physik geht an Teilchenforscher

Zwei Japaner und ein aus Japan stammender Amerikaner werden für ihre Erkenntnisse über die kleinsten Teilchen der Materie geehrt.

Der Physiknobelpreis geht an zwei japanische und einen amerikanischen Wissenschaftler. Er ist insgesamt mit gut einer Millionen Euro dotiert. Der amerikanische Wissenschaftler Yoichiro Nambu (87) und die Japaner Makoto Kobayashi (64) und Toshihide Maskawa (68) werden für die Erforschung der kleinsten Teilchen jeder Materie geehrt.

Bereits 1960 entdeckte Nambu die "spontan gebrochene Symmetrie". Sie ermöglichte die Entwicklung eines Standardmodells für die kleinsten Bausteine jeder Materie. Diese Assymetrie zeigt, dass die Natur obwohl scheinbar ungeordnet durchaus ihre Ordnung hat. Auch im menschlichen Gehirn gibt es diese Assymetrien zwischen der linken und der rechten Gehirnhälfte. Die Sendung "alpha-Centauri" des Bayerischen Rundfunks beantwortet die Frage "Was ist ein Symmetriebruch?".

Die Japaner Kobayashi und Maskawa konnten auf Nambus Erkenntnissen aufbauen und entwickelten eine Theorie zur Entstehungsgeschichte des Kosmos. Sie wiesen nach, dass das Auftreten von Assymetrien die Anfänge des Universums prägten, und entwickelten die Hypothese von drei weiteren "Quarks" - jenen kleinsten Teilchen, aus denen sich die Protonen und Neutronen von Atomen zusammensetzen. Im Jahr 2001 konnte diese Hypothese mit Anlagen der Elementarphysik nachgewiesen werden. Der Spiegel berichtet ausführlich über die Inhalte der Forschung und die drei Gewinner.

Hintergrund

Der Nobelpreis wird jedes Jahr am 10. Dezember, am Todestag seines Stifters, des Erfinders und Industriellen Alfred Nobel, verliehen. Insgesamt gibt es fünf Nobelpreise plus den Friedensnobelpreis. Geehrt werden Wissenschaftler der Fachgebiete Chemie, Literatur, Physiologie oder Medizin, Physik und Wirtschaftswissenschaften. Der Friedensnobelpreis wird traditionell vom norwegischen König in Oslo überreicht. Die anderen fünf vom schwedischen König in Stockholm. Finanziert werden die Preise, außer dem für Wirtschaftswissenschaften, aus den Zinserträgen eines treuhänderisch verwalteten Fonds. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird von der schwedischen Reichsbank gestiftet.

Hier geht es zur offiziellen Internetseite der Stiftung Alfred Nobels.

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