Virtuelle Realität auf der PS4 von Sony

PlayStation VR: So gut ist die Brille für die Konsole

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München - Wie gut ist Brille für die PlayStation 4, die den Spielern das Eintauchen in die virtuelle Realität ermöglicht? Wir haben die PlayStation VR getestet.

Seit Anfang Oktober ist sie auf dem Markt und soll den Gamern eine vollkommen neues Spiel-Erlebnis verschaffen: Die Sony PlayStation VR, die Virtual-Reality-Brille für die PS4. Die Nachfrage ist immens, User müssen bei einer Bestellung mit mehreren Wochen Wartezeit rechnen. Doch wie gut ist die angepriesene VR-Brille wirklich? Wir haben Sie getestet.

PlayStation VR: Die technischen Daten

Die Brille verfügt über einen 5,7-Zoll großen OLED-Display und ermöglicht dem Spieler ein 360-Grad-Sichtfeld. Die Auflösung: Full-HD in Höhe von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten. 120 Bilder pro Sekunde sollen für gestochen scharfe Bilder mit einer extrem niedrigen Latenz von 18 Millisekunden liefern. Das verspricht hohe Qualität.

Mitgeliefert werden auch eine Demo-Disc mit acht Spielen sowie zwei zusätzliche PlayStation Move-Motion-Controller und ein Headset, das 3D-Sounds ermöglicht.

PlayStation VR: Der Aufbau

Vorab: Für das ultimative Spiele-Erlebnis benötigen Spieler neben der PlayStation VR auch die PlayStation Kamera - und die muss extra gekauft werden. Heißt: Zusätzlich zum Kaufpreis der VR-Brille von 400 Euro kommen noch 60 Euro für die Kamera hinzu. 

Aufbau und Anschluss der PlayStation VR ist für ungeübte Spieler gar nicht so einfach und benötigt etwas Zeit und Geduld. Zahlreiche Kabel sind im Lieferumfang dabei und müssen mit Brille, Fernseher, Konsole und einer zwischengeschalteten Box verbunden werden. Diese ist eine zusätzliche CPU-Einheit und benötigt einen eigenen Stromanschluss. Auch die Kamera muss an die Konsole gekoppelt werden.

Nach der Installation der Hardware geht es an die der Software, also der DVD. Die Einrichtung und Kalibrierung von VR-Brille, Konsole und Kamera wird am Bildschirm Schritt für Schritt erklärt, erfordert aber auch etwas technisches Verständnis. Ärgerlich: Das VR-System muss aktualisiert werden, um die VR-Brille verwenden zu können.

PlayStation VR: Auflösung enttäuscht etwas, Brille sitzt gut

Nach der Installation geht es los mit dem virtuellen Erlebnis. Und was direkt auffällt: Die Auflösung des Brillen-Displays ist wesentlich geringer und qualitativ niedriger als das von der HTC Vive, die wir bereits getestet haben. Da könnte manch ein Spieler enttäuscht sein, doch Sony verzichtete auf höhere Auflösungen zugunsten eines günstigeren Verkaufspreises.

Die Brille selbst sitzt dank verstellbarer Riemen gut auf dem Kopf. Mehrere verstellbare Parameter sorgen für einen Halt, der nicht super, aber definitiv ausreichend ist. Leider schleißen die Gummi-Einfassungen am Rande der Brille nicht komplett mit dem Gesicht ab, was stets zu einem kleinen Lichteinfall ins Blickfeld führt. Schade.

PlayStation VR: Die Illusion der Realität klappt

Insgesamt acht Demo-Versionen von VR-Spielen sind im Lieferumfang enthalten. Drei davon möchten wir Euch kurz vorstellen.

  •  PlayStation VR Worlds: Für den Einstieg in die virtuelle Welt bietet sich dieses Programm an. Der Spieler ist taucht dabei einfach in eine virtuelle Realität ein und beobachtet das Geschehen um ihn herum. Beispielsweise taucht der User in einem Käfig in die Tiefen eines Ozeans ab - beeindruckend.
  • Headmaster: Für alle Fußball-Fans ein echter Spaß. Der Spieler nimmt an einem Kopfball-Trainingscamp teil und muss mit aktiven Köpf-Bewegungen Bälle im Tor versenken. Das bringt Spaß für den Spieler - und auch für den Beobachter.
  • Driveclub VR: Dort zeigt sich das wahre Spaß-Potential der PlayStation VR! Der Spieler steigt in dieser Rennsimulation in einen Sportwagen und fährt Rennen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Spieler befindet sich in einem detailgetreuen 3D-Cockpit und kann beim Blick zu den Seiten beispielsweise in den Rückspiegel blicken. Beeindruckend!

PlayStation VR: Es können Kopfschmerzen auftreten

So toll und faszinierend das Spiel in der virtuellen Welt auch ist - es kann den Spieler selbst immens strapazieren. So kam es bei unserem Test bei mehreren Nutzern nach einiger Zeit zu Kopfschmerzen. Die Diskrepanz zwischen der teils Action-geladenen Szenarien auf dem Bildschirm und der gleichzeitigen ruhigen Haltung des Körpers scheinen unser Gehirn zu verwirren.

Rubriklistenbild: © Sony Computer Entertainment/dpa

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