Prächtige Kunst in den Häusern von Pompeji

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<P>Aus mehr als fünf Millionen kleinen Mosaiksteinen ist das Bild des Perserkönigs Darius III. zusammengesetzt, der im Jahre 333 v. Chr. vor Alexander dem Großen nach der Schlacht von Issos fliehen musste. Angsterfüllt blickt Darius zurück auf die ihn jagenden Heerscharen Alexanders. Geschützt wird er nur noch von seiner Leibgarde, den so genannten "Unsterblichen". Das Mosaik zierte bis zum Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79. n. Chr. das Haus des Faun in der römischen Stadt Pompeji. Es ist eine Kopie eines Gemäldes, das von dem griechischen Maler Philoxenos gegen Ende des 4. Jahrhundert vor Chr. geschaffen wurde und heute im Nationalmuseum in Neapel zu bewundern ist.<BR><BR>Welchen Sinn diese Darstellung in einem pompejanischen Haus haben könnte, ist eine von Archäologen oft gestellte Frage. Eine mögliche Erklärung ist, dass der Eigentümer der Casa del Fauno, wie die Villa auf italienisch heißt, mit dem Mosaik an einen seiner Vorfahren erinnern wollte, der an der Schlacht teilgenommen hat.<BR><BR>Die Darstellung des flüchtenden Darius gehört zu den besonders eindrucksvollen in dem neuen Bildband "Pomejanische Wandmalerei", das jetzt Donatella Mazzoleni und Umbert Pappalardo veröffentlicht haben. Die beiden Autoren geben einen umfassenden Überblick über die architektonisch-malerischen Komplexe der Häuser der römischen Siedlungen rund um den Vesuv. <BR><BR>Foto aus: "Pompejanische Wandmalerei" von Donatella Mazzoleni und Umberto Pappalardo, Hirmer Verlag, München, 128 Euro. <BR>ISBN: 3-7774-2445-5</P>

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