Preissturz an der Spielefront

- Mit harten Mitteln kämpfen die Hersteller von Spielekonsolen nicht nur auf den kleinen Bildschirmen, sondern auch hinter den Kulissen: Heuer lieferten sie sich wahre Preisschlachten im Ringen um die Gunst der Spieler und um Marktanteile. Begonnen hat den Reigen Microsoft, das den Verkaufspreis seiner Spielekonsole Xbox um fünfzig Euro auf 199 Euro senkte und dadurch mit dem Marktführer, der Sony Playstation 2, gleichzog.

<P>Vor wenigen Wochen schlug Nintendo zurück. Die Firma halbierte den Verkaufspreis für seine Konsole GameCube auf 99,99 Euro. Vorerst scheint damit der Preiskrieg der großen Drei beendet zu sein, denn sowohl Sony wie Microsoft lehnen weitere Preissenkungen im traditionell umsatzstarken Weihnachtsgeschäft ab. </P><P>Unruhe bringt jetzt ein neuer Konkurrent aus dem hohen Norden in die Konsolenszene, der vor allem Nintendo das Fürchten lehren will: Der Handyhersteller Nokia drängt mit seinem Spielehandy N-Gage auf den Markt der mobilen Spielekonsolen. Bereits in den ersten zwei Wochen wurden weltweit rund 400 000 der neuen Geräte verkauft und das trotz des stattlichen Preises. Rund 300 Euro muss man für das Kombigerät aus Handy, MP3-Player und Spielekonsole ohne Vertrag hinlegen, mit 24-monatigem Mobilfunkvertrag gibt es das N-Gage allerdings schon für 1 Euro. </P><P>Die Spiele für N-Gage sind auf kleinen Chip-Karten gespeichert und kosten rund 40 Euro. Bislang sind aber nur 12 Spiele für N-Gage verfügbar, doch laut Nokia arbeiten bereits alle namhaften Spielehersteller an Versionen für N-Gage. </P><P>Doch die Konkurrenz schläft nicht. Auch Sony hat eine mobile Spielekonsole angekündigt, die zusätzlich einen digitalen Musikplayer enthalten soll. Ob die PSP, die Playstation Portable, auch eine Handyfunktion enthalten wird, ist noch nicht bekannt. Noch mehr wird darüber spekuliert, was das neue Gerät von Nintendo leistet, das ebenfalls 2004 auf den Markt kommen soll. Sicher ist nur eins: Vom hart umkämpften Markt profitieren vor allem die Spielefreunde - sie können darauf setzen, dass ihre Leidenschaft auch künftig bezahlbar bleiben wird.<BR></P>

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