Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Preisträger Professor Günther Hasinger

- Ausgezeichnete Forschung trotz knapper Kassen

<P>Der Münchner Röntgenastronom Professor Günther Hasinger und seine Mitarbeiter vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching durften Zeugen eines ganz besonderen Ereignisses sein. Sie beobachteten, wie zwei Galaxien, viele Milliarden Lichtjahre entfernt von der Erde, zusammen stießen. B </P><P>ei der Kollision entdeckte Hasingers Team zwei so genannte Schwarze Löcher, alle kosmische Materie, sogar das Licht verschlingende Gebilde, die sich irgendwann, vielleicht in 100 Millionen Jahren, vereinigen werden. Für die Entdeckung und damit verbundene grundlegende Erkenntnisse zur Entwicklung von Sternen und Galaxien im frühen Universum, hat Hasinger, Direktor am Institut, den mit 1,55 Millionen Euro dotierten Leibniz- Preis erhalten. <P>"Oft sind beim Wachstum Schwarzer Löcher gigantische Galaxienkollisionen mit im Spiel, bei denen sich zwei Milchstraßen und vermutlich auch ihre zentralen Schwarzen Löcher miteinander vereinigen", erklärt Hasinger. Um solche Ereignisse, wie die Hochzeit zweier Galaxien, die sich viele Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt abspielen, zu beobachten, benutzen der Astrophysiker und seine Mitarbeiter spezielle Satelliten die mit Teleskopen ausgestattet sind, die die Röntgenstrahlung aus dem All aufzeichnen. <P>Diese Röntgenstrahlung, die nicht bis auf die Erde vordringen kann, entsteht bei extrem hohen Temperaturen in den aktiven Galaxien, wenn Sterne entstehen, sterben, oder Schwarze Löcher immer größer werden, indem sie sich gegenseitig auffressen. Mit Hilfe der Röntgenstrahlenteleskope konnte das Garchinger Team zeigen, dass die größten Schwarzen Löcher, die so genannten "Quasare", in der Frühzeit des Universums vor mehr als zwölf Milliarden Jahren entstanden. "Unerwartet war für uns dabei die Erkenntnis, dass die kleinen Schwarzen Löcher, wie das unserer Milchstraße erst wesentlich später gebildet wurde", sagt der Astronom. <P>Hasinger hat an der Ludwig- Maximilians-Universität Physik studiert und 1984 in Astronomie promoviert. Nach seiner Habilitation 1995 ging er als Professor und Direktor des Astrophysikalischen Instituts nach Potsdam. Seit 2001 ist er Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching. Mit Hasinger hat erst zum zweiten Mal ein Röntgenastronom mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. <P>"Deshalb ist für mich die Auszeichnung eine besonders hohe Ehre, aber auch meinen Mitarbeitern gebührt daran ein großer Anteil", sagt der Himmelsforscher. "Für die Finanzierung eines gesamten Weltraumprojekts wird das Preisgeld nicht ausreichen", meint Hasinger. Deshalb will er es zur Entwicklung neuer Technologien für die nächsten Weltraummissionen verwenden. Zudem wird er die Zusammenarbeit mit japanischen Kollegen intensivieren, die bald einen eigenen Röntgensatelliten ins All senden werden. Mit dem neuen Satelliten werden sich auch die Chancen der Garchinger Astrophysiker weiter erhöhen, bald wieder Zeuge von Galaxienhochzeiten in den Weiten unsres Universums zu werden. </P><P> - zurück zum Haupttext</P>

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