+
Wer für sein Handy eine Prepaid-Karte benutzt, sollte bei Flatrate-Paketen vorsichtig sein. Reicht das Guthaben nicht für die Flat-Kosten, wechselt man zum Grundtarif. Foto: Sebastian Kahnert

Prepaid-Handy: Reicht bei Flatrate-Paketen das Guthaben?

Eigentlich sollen Flatrates Handynutzern Kostensicherheit bieten. Doch wer sich die Pakete automatisch von der Prepaid-Karte buchen lässt, kann in die Preisfalle tappen. Grund: Eine falsche Einstellung beim automatischen Aufladen der Karte.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer monatliche Flatrate-Pakete über seine Prepaid-Karte bucht, kann schnell in eine Kostenfalle tappen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.

Nutzer können sich den Flatrate-Preis monatlich automatisch von ihrer Prepaid-Karte abziehen lassen. Genau dort lauert die Falle: "Wenn das Guthaben zum Abbuchungszeitpunkt nicht für den Flat-Preis ausreicht, fällt man in den Grundtarif", sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale. Danach telefoniert, simst und surft man meist wesentlicher teuer.

Das Problem: Wann seine Prepaid-Karte nachgeladen wird, stellt der Nutzer online ein. Dabei sind die Aufladegrenzen schnell mal falsch gewählt. "Viele Nutzer verstehen nicht, dass ihr Guthaben jeden Monat den Flatrate-Preis decken muss."

Ein Beispiel: Der Nutzer hat eingestellt, dass sein Guthaben nachgeladen wird, sobald es unter den Betrag von fünf Euro fällt. Die Flatrate kostet aber acht Euro. Hier kann es schnell passieren, dass das Guthaben unbemerkt unter acht Euro fällt und die Flat damit nicht abgebucht wird. Danach telefoniert, simst und surft der Nutzer, unter Umständen unbemerkt im meist wesentlich teureren Grundtarif.

Fällt sein Guthaben dann unter fünf Euro, wird es automatisch aufgeladen. "Der Nutzer erhält vom Anbieter nur eine SMS, die über die Aufladung informiert", erklärt Tryba. Häufen sich diese SMS, sei das ein Alarmzeichen, betont er.

Denn die Flatrate muss der Nutzer selbst neu buchen. Solange er das nicht macht, bleibt er im Grundtarif. Und dort geht das automatische Nachladen endlos weiter. Datenfressendes Surfen im Internet kann dann schnell sehr hohe Summen verursachen. "Wir hatten Fälle, wo Kunden mehrere 100 Euro gezahlt haben", berichtet Tryba.

Betroffene sollten sich unverzüglich an den Anbieter wenden. Die seien oft kulant und erstatteten zumindest Teilbeträge, hat Tryba boebachtet.

Um dieser Kostenfalle grundsätzlich aus dem Weg zu gehen, setzen Prepaid-Nutzer die Grenze der automatischen Aufladung besser hoch genug, rät der Verbraucherschützer. So ist immer genug Geld auf der Karte, wenn der Anbieter das Flatrate-Paket abbucht.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

No-Name-Geräte: Welche lohnen sich wirklich?
Ein iPhone für 1000 Euro, eine Siemens-Waschmaschine für 1200 Euro – lohnt sich das wirklich? Wie gut sind die Alternativen der Billighersteller? Kann das englische …
No-Name-Geräte: Welche lohnen sich wirklich?
Nintendo-Konsole Switch im Test: Super Mario schick wie nie
München - Super Mario bekommt eine neue Heimat. Nachdem der Kult-Klempner zuletzt mit einer App auf dem iPhone fremdging, erscheint am 3. März die neue Nintendo-Konsole …
Nintendo-Konsole Switch im Test: Super Mario schick wie nie
Videoplattform Vine schließt am 17. Januar
Twitter schaltet seine Video-Plattform Vine ab. Die zugehörige Webseite wird dann in ein Archiv umgewandelt, neue Beiträge können nicht mehr veröffentlicht werden.
Videoplattform Vine schließt am 17. Januar
Virtueller Baukasten für Lego-Fans
Mit Lego lassen sich beeindruckende Dinge bauen. Das muss nicht unbedingt mit echten Bausteinen sein: Wer mag, kann auch virtuelle Lego-Meisterwerke erschaffen.
Virtueller Baukasten für Lego-Fans

Kommentare