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Israelische Touristen oder ausländische Journalisten? Die ARD widerspricht sich selbst.

Nahost-Krise: Journalisten fordern Reisefreiheit

Journalisten aus aller Welt haben Israel aufgefordert, die Grenze zu Gaza zu öffnen. Bisher erleben die etwa 100 Medienvertreter den Krieg gemeinsam auf einem Hügel.

Zwei Kilometer vor der Grenze zum Gaza-Streifen belagern etwa 100 Fotografen, Kameramänner und Redakteure einen Hügel. Israels Regierung lässt die Medienvertreter nicht nach Gaza ausreisen.

Stattdessen drängen sie sich auf dem Hügel und beobachten die Raketeneinschläge durch Fernrohre. "Gaza-Shooting", so heißt das in der Fernsehsprache. Ein Korrespondent schildert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die bizarre Situation.

Auch in Israel dürfen die Journalisten nur bedingt frei arbeiten, berichtet unter anderem eine ZDF-Korrespondentin. Sie sagt, dass die israelische Regierung alle Berichte vor Abgabe sehen will. Über die schweren Bedingungen schreiben die Tagesschau-Blogger. Sie schreiben darüber, wie schwer es für die Korrespondenten ist, an Bildmaterial und Informationen zu gelangen.

Im Ausgleich zum verhängten Hausarrest stellen israelische Organisationen ausgewählte Interviewpartner zur Verfügung. Die Huffington Post hat die Einladung zu einer Presserundfahrt zum Gaza-Streifen im Originaltext veröffentlicht.

Nun muss man aus dem bisschen, das die Kameramänner zusammenfilmen können, aber interessante und spannende Beiträge schneiden - zur Not mit etwas Phantasie. So ist der ARD ein peinlicher Faux-Pas passiert: Zwei verschiedene Sendungen (Tagesschau und Weltspiegel) mit dem selben Filmmaterial erzählen zwei verschiedene Geschichten. Einmal geht es um die Journalisten auf eben jenem Berg. Ein anderes Mal geht es um israelische Kriegs-Touristen - die Bilder zeigen jedoch ebenfalls die Reporter. Mehr dazu hat Stefan Niggemeier aufgeschrieben.

Jetzt wehren sich die Journalisten. Unter dem Dach der Organisation Reporter ohne Grenzen haben sie einen Brief an die israelische Regierung geschrieben. Darin bitten sie darum, nach Gaza reisen zu dürfen.

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