Profilbildung auch an der Uni längst im Gange

- Eine Profilbildung hat an verschiedenen Fakultäten bayerischer Hochschulen schon lange vor der jetzigen Diskussion um Einsparungen begonnen. So wurde zum Beispiel vor eineinhalb Jahren an der Ludwig-Maximilians-Universität das Department für Geo- und Umweltwissenschaften gegründet. Die Zusammenlegung aller Münchner Geo-Institute entspricht der Forderung nach Neustrukturierung, die von Wissenschaftsminister Thomas Goppel verlangt wird.

<P>"Man kann gesundsparen und man kann kapputtsparen", kommentiert der Direktor des Departments, Professor Donald Bruce Dingwell, die Sparpläne der Regierung. "Es kommt nur auf die Geschwindigkeit an!" <BR><BR>Der gebürtige Kanadier ist vor drei Jahren an das Institut für Mineralogie, Petrologie und Geochemie der LMU berufen worden und hat sich zum Ziel gesetzt, die Münchner Geowissenschaften im internationalen Vergleich mit an die Spitze zu bringen.<BR><BR>Seit Dingwell in München ist, ist die Atmosphäre an den Instituten internationaler geworden. Gastwissenschaftler aus aller Welt geben sich die Klinke in die Hand. Seit diesem Wintersemester können Studenten nun auch einen Bachelor-Abschluss am Department machen, der sich an internationalen Standarts orientiert.<BR><BR>Auch an Dingwells Department werden 2004 viele Stellen frei, um die der Mineraloge aufgrund der drohenden Haushaltskürzungen nun bangen muss. "Das Problem ist, dass diese Stellen nicht homogen verteilt sind, dadurch sind einige Fachbereiche ernsthaft gefährdet, sollten sie nicht wieder besetzt werden."<BR><BR>Dingwell versichert, dass durch die Departmentbildung alle Hochschullehrer mehr Spielraum in den mittelfristigen Planungen gewonnen hätten: "Wenn wir zum Global Player werden wollen, dann brauchen wir genau diese Freiheiten, und wir brauchen mittelfristig Planungssicherheit", so der Gewissenschaftler.<BR><BR>An dem Department sei man "auf dem besten Weg, die Nummer 1 in Europa zu werden. Das geht gar nicht anders als mit Profilbildung und Effizienzsteigerung", ist Dingwell überzeugt. "Doch sollten die Sparpläne Realität werden, würden wir in unserem Sprint ausgebremst."<BR></P>

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