Programm-Code von Microsofts Windows im Internet

- Redmond - Teile des geheimen Quellcodes seines Windows- Betriebssystems sind nach Angaben des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft im Internet veröffentlicht worden.

"Es ist illegal für dritte Parteien, Microsoft-Quellcode bekannt zu geben, und wir nehmen solche Aktivitäten sehr ernst", teilt das Unternehmen aus Redmond (US- Bundesstaat Washington) am Donnerstag (Ortszeit) mit. Wie der Quellcode in die Öffentlichkeit gelangen konnte, ist bislang nicht bekannt. Eine undichte Stelle im unternehmensinternen Netzwerk schloss Microsoft zunächst aus. <P>Anders als beim alternativen Betriebssystem Linux hält Microsoft den Quellcode seines Betriebssystem Windows als Unternehmenseigentum geheim. "Wir untersuchen derzeit diese Veröffentlichung und arbeiten mit den zuständigen Strafverfolgungs-Behörden zusammen", teilte Microsoft mit.</P><P>Nach einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg hatte das kalifornische IT-Sicherheitsunternehmen eEye Digital Security die unerlaubt veröffentlichten Code-Teile im weltweiten Netz entdeckt. "Das wird jetzt den Kreis der Leute vergrößern, die Sicherheitslöcher in Microsofts Programmcode entdecken können", sagte Unternehmensmitgründer Marc Maiffret. Zu befürchten sei, dass wiederum diese veröffentlicht werden, noch bevor Anwendern ein entsprechender Schutz angeboten werden kann.</P><P>Bei den jetzt veröffentlichten Programmteilen handelt es sich den Angaben von Microsoft zufolge um Quellcode der Betriebssysteme Windows 2000 und NT 4.0. Noch sei jedoch nicht bekannt, ob es sich um echte Microsoft-Codes oder doch nur um einen "Spaß" handelt, vermutet der Branchendienst "heise online". Die kursierenden Code-Teile umfassten zudem nur rund 30 000 Quelltextdateien, so dass sich daraus kaum ein Windows-Betriebssystem übersetzen ließe.</P><P>Microsoft hält anders als Anbieter von Open-Source-Software den Quellcode seiner Software als Unternehmenseigentum unter Verschluss. Der Quellcode von Linux steht dagegen im Internet weltweit allen Programmierern zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hatte sich Microsoft entschlossen, insgesamt 59 Staaten, darunter Australien, China, Russland und Großbritannien, Einblick in Teile des Codes zu gewähren, um das Vertrauen in seine Anwendungen zu stärken.</P>

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